[Mädchenzeit][ASnl] Rival de Loop – Red Dragon

Huhu!

Mit diesem Post möchte ich mal wieder bei der Mädchenzeit auf lackverliebt mitmachen. Mein mädchenhafter Lack für dieses Mal ist Red Dragon von Rival de Loop Young, den ich hier schon einmal vorgestellt habe. Damals sah das so aus:
Wirklich viel mehr Schimmer kann ich leider auch mit dieser Kamera nicht zeigen. 😀 Aber ich kann es euch zumindest versichern: mit Überlack schimmert Red Dragon richtig stark und schön! Ich habe hier die alte Version lackiert. Als das Design von RdL Young verändert wurde, gab es diesen Lack wieder und ich habe sogar ein Backup gekauft (das ich wahrscheinlich nie brauchen werde… 😉 ).
Red Dragon trocknet zwar schön schnell, aber leider hält er nicht so lange auf meinen im Moment ziemlich angegriffenen Nägeln. (Fragt mich nicht, von was – ich arbeite im Moment nicht mal, weil ich neben der Uni gar keine Zeit habe.)
Ich denke, das wird bei anderen nicht so sein, und deswegen gebe ich eine Kaufempfehlung ab, falls er euch auf einem Blogsale begegnet. 😉
Kennt ihr diesen Lack noch?

[LIFUB][ASnl] Astor – Royal Bronze

Huhu! 🙂
Diese Woche ist die Farbe bei Lacke in Farbe… und bunt! von Lena Kupfer, und da hab ich noch einiges auf Lager. Ich habe mich für Royal Bronze von Astor aus der Fall Collection von 2013 entschieden. Dieser Lack durfte vor zwei Jahren hier schon einmal auf den Blog. Damals sah das so aus:
Royal Bronze deckte zuverlässig nach zwei Schichten. Weil ich keine Zeit hatte, musste der Lack fünf Tage drauf bleiben und da sah er natürlich nicht die ganze Zeit top aus. Ich trug ihn aber ohne Überlack. Streifen gibt es hier schon, aber die interessieren mich nicht 😀 Vom Spektrum her gibt es bei diesem Lack alles Mögliche, je nach Lichteinfall schimmert er dunkelrot, kupferfarben, gelblich, braun und sogar ein kleines bisschen grün. Ich finde, der spielt bei den Großen mit und ich hoffe, meine Fotos können das ein wenig wiedergeben. 😉
Ich bin weiterhin zufrieden mit Royal Bronze – er gefällt mir und ich habe sogar Komplimente dafür bekommen ^_^
Kennt ihr diesen Lack noch? Habt ihr damals auch zugeschlagen? 🙂


[LIFUB] Astor – Lady in Black

Huhu!
Heute gibt es schon wieder einen neuen Post. Ich möchte auch diese Woche bei Lenas Blogparade Lacke in Farbe… und bunt! mitmachen. Mein Lack ist Lady in Black von Astor aus der Quick&Shine-Reihe. Die Quick&Shine-Lacke wurden bei der Markteinführung von Lackfein vorgestellt. Der einzige, der bei mir einziehen durfte, war dieser, und das auch nur, weil er bei Kaufland auf 1,97 € heruntergesetzt war. (Und ja, ich geb es zu, ich bin zu faul, das Preisschild runter zu machen. :D)
Auf der Flasche wird versprochen, dass man nur eine Schicht Lack für ein Hochglanzfinish auftragen muss. Dem gehe ich heute nach. 😉
Ihr seht auf meinen Bildern ZWEI Schichten ohne Überlack. 😉 Hochglanz ist das nicht, da braucht man schon einen Überlack. Interessiert mich aber auch nicht, ich lackiere einen Überlack nur für längere Haltbarkeit. Hubbelig wurde er auch. Lady in Black könnte man als Schwarz/sehr dunkles Grau mit silbernem Schimmer beschreiben. Bei näherem Hinsehen fällt mir auch ein wenig Grün und Rose oder Lila auf. Ich glaube, ein bisschen sieht man das auch auf der Nahaufnahme. 
Ich habe den Lack fünf Tage lang getragen, da war aber schon jede Menge abgebröckelt. Er sah zwei Tage lang ganz gut aus, allerdings mag er vielleicht wie versprochen nach 45 Sekunden angetrocknet sein, nur nicht durch. Ich habe mittags lackiert und am nächsten Tag gab es trotzdem Abdrücke. Wie in den Neunzigern 😛
Also: kann man machen, sieht schick aus, aber ich empfehle definitiv einen schnelltrocknenden Überlack. Wurden bei euch im Kaufland auch die Astor-Theken ausgeräumt?




[Wir lackieren][Blue Friday][Asnl] Maybelline – Marinho

Huhu!
Heute möchte ich euch im Rahmen von Wir lackieren von Lotte und Steffi und dem Blue Friday von Melanie und Ida einen hübschen Lack aus dem ehemaligen Standardsortiment von Maybelline vorstellen. Ich habe nämlich nicht nur LE-Lacke von dieser Marke. 🙂
Marinho war im Standardsortiment, bevor alles auf Quick Dry-Lacke umgestellt wurde. Dieser Lack trocknet leider nicht so schnell durch, deswegen trage ich Überlack. Meine Fotos sind vom nächsten Tag und ich habe versucht, die Abdrücke mit dem Überlack zu kaschieren. Leider sieht man so den Schimmer weniger. 
Ich habe Marinho übrigens schon mal hier als Basis für ein ziemlich seltsames Design benutzt. Das sah so aus:
Ich habe zwei Schichten lackiert, über die dann noch was gestampt wurde. Das seht ihr dann am Stamping-Sonntag 😉
Kennt ihr diesen Lack noch?

[Wir lackieren] Bow Polish – Ritual

Huhu!
Heute gibt es auf meinem Blog den ersten Magnetlack. 🙂 Eigentlich hab ich mehr, aber erst nach dem Magnethype vor ein paar Jahren mit Penguin Lacquer begonnen. Deswegen ist es der erste, den ihr hier in Aktion seht 😉
Gewählt habe ich den smaragdgrünen Ritual von Bow Polish, um ihn noch möglichst in den Oktober und die Aktion Wir lackieren… von Lotte und Leni zu quetschen. 😉
Ich hab mir auch gleich den passenden Cat Eye Magneten von Bow Polish gekauft, der etwa fünf Euro kostete. Der Magneteffekt ist so stark, dass man die Partikelchen sogar von außen in der Flasche herumschwimmen lassen kann. 😀 Ich hab es auch irgendwie geschafft, den Lack auf den Magneten fliegen zu lassen, als er noch feucht war. Also: sehr starker Magneteffekt. 😀
(Ich glaube übrigens, beide Produkte bei Hypnotic Polish gekauft zu haben.)
Natürlich kann ich mit meinen begrenzten Mitteln das tolle Schimmern vom nachbehandelten Ritual gar nicht einfangen, aber ich versichere euch, es lohnt sich. Ich habe übrigens zwei sehr dünne Schichten ohne Über- oder Unterlack lackiert und es war ziemlich schnell trocken. 
Bei Mala Palčica, einer serbischen Bloggerin, hab ich die tolle Idee entdeckt, einfach in Schwarz drüber zu stampen, und das gleich mal nachgemacht. Ich finde, es sieht unglaublich edel und… „barock“ aus. 🙂
Meine Akteure bei diesem Stamping waren der schwarze Born Pretty Stamping-Lack, der hier auf dem Blog so was wie ein Allround-Talent ist, und die BP-L016 Stamping Plate mit jeder Menge Barock-Mustern (ich LIEBE Barock-Muster!) vom Born Pretty Store. Das Muster war mal wieder eins von denen, die nie so richtig funktionieren wollen. Natürlich bin ich wieder mal ziemlich begeistert, dass es jetzt doch geht. 😀 Der verhunzte Ringfinger geht voll auf meine Kosten, ich hatte da irgendwie einen Blackout. 
Wie pimpt ihr einen Magnetlack auf? Tragt ihr überhaupt Magnetlacke?

[LilaLauneLacke] p2 – purple pepper

Huhu! 🙂
Tja, schon wieder ein p2-Lack. Sorry Leute, hier stehen einfach noch so viele unlackierte davon rum. Wenn Lotte und Tine sich entscheiden, bei ihrer Aktion Wir lackieren… p2 zu nehmen, kann ich mich totlackieren… ;D

Und dieser hier verdient es ja auch wirklich, für die LilaLauneLacke von Shirley, Steffi und Susi fotografiert zu werden. Es ist purple pepper aus der noch recht aktuellen p2-LE Beauty VOYAGE. Gekauft natürlich bei dm für 2,25 €. Gleichzeitig war es auch der einzige Lack, den ich im August gekauft habe. 😉

Und falls ihr euch jetzt gefragt habt, ob purple pepper bleiben darf: oh ja, er bleibt! 😀 Ihr seht auf meinen Bildern zwei Schichten ohne Überlack. Ich hatte beim Kauf ziemliche Angst, dass der goldene Schimmer auf dem Nagel wie so oft überhaupt nicht sichtbar wird, aber die war bei diesem Lack vollkommen überflüssig. Es ist fast schon zu viel Schimmer. ;D

Die Trockenzeit war gut; zur Haltbarkeit kann ich leider noch nichts sagen, weil ich erst gestern Zeit hatte, mal neu zu lackieren. Bis dahin war noch Brown Splendor aus dem letzten Post drauf. Eins steht fest: für mich ist dieser Lack das Highlight der LE! (wie man auch sehr gut auf dem nächsten Bild im direkten Sonnenlicht erkennen kann 😉 )


Wie findet ihr purple pepper? Habt ihr irgendwas aus dieser LE von p2 gekauft? Macht ihr auch gerade eine „Lackdiät“? 😉 (Ich hoffe nur, dass es bei mir keinen Jojo-Effekt gibt. :D)

[LIFUB] essence – crush on blue

Huhu!

Ich hab mir extra für (fast) jede Farbe einen ungezeigten Lack mit nach Hause genommen, damit ich auf jeden Fall bei Lacke in Farbe… und bunt! von Lena teilnehmen kann. Darunter war auch crush on blue von essence aus der Wave Goddess LE. Die gab es 2014 zu kaufen, und dieser Lack hat es immer noch nicht auf den Blog geschafft…

Ich versuche in letzter Zeit auch immer eine Entscheidung zu fällen, ob der Lack in der Sammlung bleiben darf oder nicht. Für crush on blue sieht es eher schlecht aus, denn obwohl der Lack gut deckt und schnell trocknet, habe ich einfach so viele ähnliche Lacke. Und ich habe zwei ganze Jahre gebraucht, um ihn endlich mal zu lackieren. 
Ihr seht auf meinen Fotos zwei Schichten ohne Überlack. Den bräuchte es aber, denn mit meinem Unterlack kombiniert hat crush on blue ganz schön lange gebraucht, um durchzutrocknen, und am nächsten Tag hatte ich mal wieder ein lustiges Muster auf den Nägeln. 😉
Mir gefällt der silberfarbene Schimmer, deswegen habe ich crush on blue gekauft. Aber auch da muss man schon sehr genau hinsehen. Meine Kamera hat den Lack übrigens verfälscht wiedergegeben – in Wirklichkeit ist er viel kobaltblauer. 😉 Die liebe Ida hat ihn originalgetreuer als ich abgelichtet.
Zum großen Teil hat sich crush on blue auf meinen Nägeln ganz gut gehalten – an den üblichen Verdächtigen gab es Absplitterungen und am Rest der Nägel minimale Tipwear. Wenn ihr also eure Nägel ein wenig besser pflegt als ich, dürfte er bombenmäßig halten. 😀

Was würdet ihr machen? Behalten oder weggeben? Kennt ihr den Lack oder die LE noch?


[Alte Schätze neu lackiert][Mädchenzeit] Vor Sonnenaufgang, die Zweite

Huhu!

Auch wenn ich gerade in der Endphase meiner BA bin, brauche ich doch mal wieder eine Abwechslung und habe einen neuen Lack auf meine Nägel gelassen. Der Zufall wollte, dass es schon wieder ein Lack von p2 ist. Ich hatte einfach gerade total Lust auf before sunrise. Irgendwie ist das eine sehr herbstliche Farbe und da es draußen gerade so schön herbstelt, passt das doch. 🙂 before sunrise gab es schon mal auf dem Blog zu sehen, damals noch mit dem Handy fotografiert: 
Jaah, irgendwie ist mir das Bild nicht aussagekräftig genug. 🙂 Ich habe before sunrise heute so ähnich wie damals in zwei Schichten auf einer Schicht schwarz lackiert. Und so sieht es heute aus:
Before sunrise ist wunderschön duochrom in dunkelrot und violett. Noch dazu gibt’s jede Menge goldenen Schimmer, der den Lack leider ein wenig streifig macht:
Heute mal nicht so viel Text, ich hab heute ehrlich gesagt schon genug geschrieben (aber es ist langsam ein Ende in Sicht). 🙂 Auf jeden Fall möchte ich schnell mal damit an der Mädchenzeit von Tine sucht nach mehr und Lackverliebt teilnehmen, denn das hab ich schon lange nicht mehr und die Farbe passt. 😉 Kennt ihr diesen Lack noch? Leider ist er schon länger nicht mehr im Sortiment. Welche sind für euch herbstliche Farben?

[LIFUB] p2 – tropical heat

Huhu!

Und schon wieder ein p2-Lack für Lenas Blogparade Lacke in Farbe… und bunt. Aber was soll ich machen, von denen habe ich einfach zu viele ungezeigte. 🙂 Entschieden habe ich mich für tropical heat aus der Catch the glow LE, die es ab März 2014 gab. Marina hat damals alle Lacke gezeigt. Die Ähnlichkeit zur bekannten 1000. Farbe von Essie ist erschreckend. (Ich frage mich, wer auf die Idee kam, so einen Lack zu designen. Diese Farbe steht doch niemandem, nicht mal bei gebräunter Haut.) Warum ich den Lack damals gekauft habe, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. 😀 
Wenigstens ließ tropical heat sich leicht lackieren und deckte nach zwei Schichten, anders als smooth gem, den ich hier mal gezeigt habe. Wegen des Schimmers wird er ein bisschen streifig, aber ich hatte hier schon schlimmeres. 
Weil ich pures Gelb auf meinen Nägeln nicht so lange ertrage, wurde (wie immer in letzter Zeit) noch gestempelt. 🙂 Ich habe mich für Sterne entschieden, das passt so gut zu gelb. Und so gefällt es mir auch richtig gut!

Verwendet habe ich:

Born Pretty Stamping Polish
Born Pretty Stamping Plate BPL-006
Crystal Clear Jelly Stamper von Born Pretty Store

…und ja, ich weiß, alle meine Stampingsachen sind vom Born Pretty Store, aber ich komme einfach gut damit zurecht. 😀

Wie gefällt es euch? Was hättet ihr noch mit dem Lack gemacht? Habt ihr damals Lacke aus der LE gekauft?

[Lust und Laune Lack] Märchen-Nägel – Die Vila

Von Nova in der Wikipedia auf Polnisch, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4464159

Huhu!

Ich habe eine neue Blogparade entdeckt. 😀 
Sie heißt Lust und Laune Lacke und wurde von Jasmin und Lina gestartet. Jede Woche gibt es eine Farbvorgabe oder ein Thema oder ein Finish… 🙂 Diese Woche ist das Thema „Märchen-Nägel“ und da dachte ich, das passt doch super zu meinem Bachelorarbeits-Thema. Hehehe… 😀

Samodiva von Krassi Zourkova, eines der Bücher, das ich untersuche. Ich lese es auf Englisch („Wildalone“), allerdings hat die englische Ausgabe nicht so ein hübsches Cover wie die bulgarische. Quelle: http://www.goodreads.com/book/show/20483100-wildalone

Ich schreibe meine BA nämlich über Vilen und Samodiven. Vila heißt sie eher bei den Serben etc, Samodiva findet man eher bei den Bulgaren. (Zur Info: ich studiere Südslawistik und Südosteuropastudien. 😉 ) Die Vila ist eine Art Fee oder Nymphe, einige Gemeinsamkeiten hat sie mit den beiden anderen Wesen auf jeden Fall. Vilen haben bekannterweise goldene lange Haare, eine weiße Haut, manchmal Flügel, mit denen sie weg fliegen können, und sie tanzen gerne. Man sollte ihnen auf ihrem Tanzplatz aber nicht in die Quere kommen, denn das macht sie wütend. Vilen werden meist als Wasserwesen beschrieben, oft aber auch als Wald- oder Gebirgsfeen.

Als Basis für mein Design habe ich den Nagellack Vila von Glambee lackiert. Ihr seht also, es ist komplett durchdacht. 😀 Drei Schichten decken. Glambee habe ich bei Lotte entdeckt und wegen des Namens allein hätte ich ihn schon gekauft. Nun ist es aber so, dass Vila ein mintfarbener Lack mit goldenem Schimmer UND Holo geworden ist. 😀

Ich habe im Onlineshop bestellt und 6,90 € plus 3,90 € Versandkosten bezahlt. Einen hübschen Cabochon-Ring gab’s übrigens auch noch dazu, und der Cabo hat sogar einen für mich angenehmen Durchmesser (bei Anna Gorelova sind die ziemlich riesig).

Auf den Lack kam dann ein Stamping. Ich habe mich bewusst für schwarzen Stampinglack entschieden, vielleicht hätte weiß besser gepasst, aber dann gäbe es kaum Kontrast. Der Stamping-Lack ist dieser hier vom Born Pretty Store, den ich auch schon hier und hier verwendet habe. Die Motive stammen von drei verschiedenen Plates vom Born Pretty Store, und der Stamper ist immer noch der gleiche Crystal Clear Jelly Stamper, den ich in letzter Zeit immer verwende.

Ich habe mich für Flügel entschieden, weil Vilen meist Flügel haben. Die tanzende Fee erklärt sich wohl selbst, und das Muster auf dem kleinen Finger soll Blätter darstellen. 🙂 Gerade bei den Flügeln war es irre schwer, was Gescheites auf den Nagel zu bringen, weil ich ja nur das halbe Motiv stempeln wollte. War ’ne blöde Idee. Bis ich die Hälfte des Flügels entfernt hatte, war der Lack schon trocken und ließ sich nicht mehr übertragen. Durch die Hektik sind die Flügel leider total schief geworden… :/

Die Plates sind:

Flügel: BP-74
Tanzende Fee: eine Sailor Moon von der BP-06 (hättet ihr das erkannt? :D)
Blätter: BPL-026

Wie gefällt es euch? Habt ihr schon von der Marke Glambee gehört? Oder von der Blogparade Lust und Laune Lack?

Zum Abschluss habe ich euch noch ein bulgarisches Märchen herausgesucht, das zwar von einer Samodiva handelt, aber da diese beiden Wesen fast identisch in ihren Merkmalen sind und diese in dem Märchen gut beschrieben sind, wollte ich es euch nicht vorenthalten. 🙂

Eine Samodiva versorgt weder Haus noch Kind

Ein junger Hirte hütete auf einer Lichtung Schafe. Er spielte auf seiner Hirtenflöte und gab acht, daß sie auch gut weideten. Im Wald gab es einen Fluß. Als die Schafe genug geweidet hatte, trieb er sie zum Fluß, um sie zu tränken. Am Fluß sah er, wie sich darin drei schöne Mädchen badeten. Sie waren so schön, wie er sie nie gesehen und gehört hatte. Er sah ihnen zu, wie sie im Wasser spielten und lachten, ohne daß sie ihn bemerkten. Er konnte die Augen nicht von ihnen wenden, schlich ganz leise heran und nahm den Mädchen die Kleider weg, damit sie nicht nach Hause gehen konnten. Gerade, als er sie weggenommen hatte, um sie zu verstecken, sahen sie ihn und begannen zu jammern, er soll ihnen doch die Kleider lassen.
„Ich werde sie euch nicht lassen, macht was ihr wollt!“ – antwortete der Hirt. „Ich werde euch nur dann die Kleider wiedergeben, wenn eine von euch mich zum Manne nimmt.“
„Wie könnte eine von uns dich zum Manne nehmen? – Wir kennen dich nicht“, erwiderten die Mädchen. „Gib uns unsere Kleider, daß wir sie anziehen und uns kennenlernen, dann magst du dir eine von uns aussuchen.“
„Sowie ich euch die Kleider gebe, werdet ihr fliehen“, sagte der Hirt. „Ich werde sie euch nicht eher geben, bis nicht eine von euch mich zum Manne nehmen will.“
Schließlich sagte eines von den Mädchen: „Hört, Hirt! Wir sind nicht wie andere Mädchen, wir sorgen weder für Haus noch Kind. Unser Leben ist anders, es ist leichter als das eurer Frauen. Gib uns die Kleider und komme nie wieder an diesen Ort. Hast du nie gehört, daß es ein Samodiven-Ort ist?“
„Ich weiß, dass es ein Samodiven-Ort ist und daß ihr Samodiven seid, doch glaubte ich nie, daß ihr so schön sein könntet. Seitdem ich euch gesehen habe, will ich eine von euch.“
Da sprach die mittlere Schwester: „Wenn du willst, daß wir uns versöhnen, dann laß uns eine Wette eingehen. Du wirst uns die Kleider geben, wir werden sie anziehen und aus dem Fluß steigen,  du aber sollst auf deiner Flöte spielen, und wir wollen tanzen. Übertriffst du uns aber im Spielen, sollst du eine von uns, welche du willst, haben; übertreffen wir dich, so sollst du mit uns kommen und uns, so lange du lebst, auf deiner Flöte spielen.“
Dem Hirten gefielen die Mädchen sehr, so daß er gar nicht weiter dachte, was aus dieser Wette werden könne. Er gab ihnen die Kleider und begann, seine Flöte zu richten. Sobald sich aber die Mädchen angezogen hatten, flogen sie davon – denn die Samodiven hatten Flügel und konnten wie Vögel fliegen. Der Hirte suchte hier und dort, doch von den Mädchen war keine Spur. Da wurde er sehr traurig, er hatte nichts weiteres zu tun, trieb seine Schafe weiter und war den ganzen Tag nachdenklich. Am nächsten Tag trieb er die Schafe an denselben Ort, kroch durch das Gebüsch und sah im Fluß nur eines der Mädchen. Da schlich er ganz leise heran, nahm ihm die Kleider weg, und begann, auf seiner Flöte zu spielen. Die Samodiva blickte sich um und sagte: „Ich bitte dich Hirte, gib mir meine Kleider zurück, daß ich sie anziehe.“
„Ich werde sie dir nicht geben“, erwiderte der Hirte, „ich will, daß du mich zum Manne nimmst.“
„Nimm mich nicht“, erwiderte die Samodiva. „Wir sorgen weder für Haus noch Kind. Laß mich zu meinen Schwestern gehen.“ „Ich werde dich nicht gehen lassen, und kämen auch alle Samodiven.“, anwortete er. „Du bist schön und gefällst mir, und ich bin kein schlechter Mensch.“
Der Hirte stand auf, ging nach Hause und sagte seiner Mutter, er hätte eine Braut gefunden und wolle ihr die neuen Kleider bringen, damit sie sie anziehe. Seine Mutter gab sie ihm und begann zu kochen, um die Schwiegertochter zu empfangen. Sie fragte den Sohn nicht, was es für ein Mädchen sei und woher er es kenne.
Die Hirte brachte dem Mädchen die Kleider, legte sie am Flußufer nieder, drehte ihr den Rücken zu, damit sie sich ankleide, und begann auf seiner Flöte spielen.
Die Samodiva stieg aus dem Wasser, kleidete sich an und begann zu tanzen. Der Hirte spielte, sie tanzte, sie tanzte den ganzen Tag bis zum Abend. Als der Mond aufgegangen war, ermüdete sie vom Tanzen und sagte zu dem Hirten: „Du hast mich im Spielen übertroffen, und ich werde deine Frau sein. Willst du aber, dass wir uns nie trennen, so darfst du mir niemals meine Kleider geben.“
„Ich will sie gleich in den Fluß werfen, damit er sie ins Meer treibe.“
„Wenn du meine Kleider in den Fluß wirfst, werden meine Schwestern sie finden und sie mir bringen, denn sobald ich sie wiederhabe, kehre ich zu uns zurück.“
„Ich werde sie irgendwo in die Erde eingraben, und du wirst nicht wissen, wo sie sind.“
„Wenn du sie eingräbst, muss ich sterben. Wir Samodiven lieben nicht die schwarze Erde. Uns gib das Wasser, den Wald, das Gras und den Himmel. Die Erde ist für uns das Grab, sie nährt und tränkt uns nicht.“
Der Hirte überlegte, wo er die Kleider verstecken könne, dann nahm er das Mädchen und führte es nach Hause. Als seine Mutter es sah, erschrak sie über seine Schönheit: Die Samodiva war gertenschlank, von hohem Wuchs, hatte ein weißes Gesicht, schwarze Augen, langes, blondes, wie ein Vlies dickes Haar. Nachdem sie zu der Schwiegermutter gekommen war, begann sie sich zu regen und aufzuräumen, und das ganze Haus leuchtete von ihr. Da freuten sich die Schwiegermutter und ihr Sohn, und Glücklichere als sie gab es nicht. Der Hirte machte eine Truhe, versteckte darin die Kleider der Samodiva, verschloß sie und trug den Schlüssel immer bei sich.
So lebten sie ein Jahr, und die Samodiva gebar ein Kind. Da riefen sie einen Paten, um es zu taufen wie es Brauch war. Als der Pate angekommen war, tauften sie das Kind, aßen und tranken, tanzten und sangen. Da sagte der Pate: „Nun, spiele auf deiner Flöte, damit es dir gleicht und auf der Flöte spielt wie du und das ganze Haus erfreut.“
Der Hirte begann sogleich zu spielen, da man einem Paten, so will es der Brauch, nicht absagen kann. Er spielte, und wärest du auch tot, du würdest aufstehen und tanzen.
Als er spielte, sagte der Pate zu der Samodiva: „Nun, Frau, steh auf und tanze; dein erstes Kind taufst du, und tanze, damit es dir gleicht und tanzt wie du tanzt.“
Die Samodiva stand auf, vermochte aber nicht einen Schritt zu tun. Der Schäfer sah das und wurde traurig, denn er wusste, wie sie tanzt. Da schloß er die Truhe auf und gab ihr das Samodivenkleid, daß sie es anziehe. Als die Samodiva ihr Kleid angelegt hatte, begann sie den Samodivenreigen zu tanzen. Da wunderten sich alle, groß und klein, über diesen Reigen. Sie tanzte, daß das Haus erzitterte, sie wand sich, tanzte und tanzte, ohne die Erde zu berühren. Nachdem sie müde geworden war, hielt sie an, ging zu ihrem Kind, küßte es und sagte zu ihrem Mann: „Mann, bis hier war ich deine Frau und deinem Kind eine Mutter. Von jetzt an werde ich nicht mehr bei euch sein.“
Sobald sie diese Worte gesprochen hatte, flog sie durch das Fenster. Der Hirte aber warf seine Flöte weg, lief ihr nach und rief: „Komm zurück zu uns, komm zurück, wem läßt du das Kind? Tut es dir nicht leid um uns?“
„Nicht wahr, ich sagte dir, daß eine Samodiva weder Haus noch Kind versorgt. Sei nicht böse, und such dir eine andere Frau. Ich werde kommen und nach dem Kinde sehen, du aber wirst nie mehr von mir hören, mich auch nicht sehen. Lasse mir jeden Samstag einen frischen Brotlaib und eine Schale mit Honig, denn solange ich davon esse, wirst du wissen, daß ich lebe. Sobald ich aber den Brotlaib und den Honig nicht mehr esse, wirst du wissen, daß ich gestorben bin und sollst nicht über mich trauern.“

Die Samodiva flog fort, und niemand hat sie je gesehen, noch von ihr gehört. Sowie die Schwiegermutter aus dem Hause war, kam sie und sah nach dem Kind, nährte es, badete es, doch sowie sie jemanden kommen sah, flog sie durch den Rauchfang. Jeden Samstag backte die Schwiegermutter einen Brotlaib und tat Honig in eine Schüssel, und jeden Samstag kam die Samodiva und aß alles. Nachdem das Kind herangewachsen und verheiratet war, kam die Samodiva nie wieder. Ihr Mann heiratete kein zweites Mal, weil er keine schönere Frau, als sie es war, finden konnte.

Aus: Fey, Hilde: Märchen aus Bulgarien. Frankfurt am Main 1977, S. 45-48