[Rezension] Constanze Wilken – Blut und Kupfer

(Wir fotografiert man Buchcover so, dass es gut aussieht?)

Huhu Leute,

 
heute mal wieder ein Blogpost, in dem es nicht um Make up geht. In Zukunft werde ich mich mal wieder öfter in der Kunst der Rezension üben, denn ich plane, an der Blanvalet-Lesechallenge teil zu nehmen. 😉
 
Ich lese ja bevorzugt historische Romane, allerdings sind meine Ansprüche nach all dem Iny Lorentz-Wanderhuren-Schund mittlerweile ein wenig höher geschraubt. Ein historischer Roman soll für mich nicht einfach vor einer bestimmten Zeit als Kulisse spielen, sondern er muss mich richtiggehend einsaugen. Rebecca Gablé schafft das zum Beispiel sehr gut – die Frau hat aber auch Mediävistik studiert und gelehrt! Und das merkt man auch an ihren Büchern. Die Frau hat einfach Ahnung von dem, was sie da beschreibt, und macht ihre Romane zu einem unterhaltsamen Geschichtsunterricht. Da von der Geschichte des englischen Mittelalters größtenteils die Geschichte der Könige überliefert wurde, ist es nur verständlich, dass alle Hauptfiguren in einem Rebecca Gablé-Roman immer irgendwie am Königshof agieren, entweder sind sie direkt mit dem amtierenden König befreundet oder das Gegenteil ist der Fall und die Hauptperson ist vom Hof verbannt. Die Personen in so einem Roman bringen mir die Geschichte der Könige näher, indem sie sich andauernd darüber unterhalten. Wichtige Schlachten werden entweder von den Hauptpersonen selbst erlebt oder berichtet. Also, kurzgefasst: eine unterhaltsame Geschichtsstunde.
 
Ja, und dann gibt es eben noch diese historischen Romane, bei denen wie gesagt die Vergangenheit nur als Kulisse genutzt wird. Hier und da wird ein Detail eingespeist, das auf die andere Zeit hinweist, aber ich fühle mich nicht in diese Zeit hinein versetzt. Also, es könnte auch in anderen Zeiten spielen, wenn man die historischen Details austauscht. Ein Buch dieser Art ist „Blut und Kupfer“ von Constanze Wilken. Zumindest auf den ersten 200 Seiten. Später wird es besser. Aber erst mal zum Inhalt: Die kürzlich verwitwete Marie von Langenau kehrt zurück auf das Gut ihrer Familie. Ihr Bruder hat den Familienbesitz an den Rand des Ruins gebracht und ihr Onkel Remigius lebt zurückgezogen in seinem Turm. Marie und Remigius freunden sich an, weil sie beide von der Familie und der Dienerschaft ausgeschlossen werden. Und auf einmal kommt Remigius in den Besitz einer von vier geheimnisvollen Tafel, die der Schlüssel zum Stein der Weisen sein könnten und mit denen ein Mord zusammenhängt…

So ist die Ausgangsposition. Später lernt Marie noch den geheimnisvollen, mittellosen Steinschneider Ruben Sandracce kennen, der sie umgarnt und eventuell einen Hintergedanken dabei haben könnte.  Außerdem wird sie nach München an den Hof des Herzogs gerufen und ab da wird es ein wenig interessanter. Es passieren noch mehr Morde, die alle mit den Tafeln zusammen hängen, und auch Marie kommt in Gefahr.

Mehr möchte ich von der Handlung jetzt nicht vorweg nehmen – ich will nicht zuviel spoilern. 😉 Ich kann nur eines sagen: ungefähr ab Seite 250 (also ab der Hälfte) wird „Blut und Kupfer“ zum ersten Mal spannend. Vorher plätschert meiner Meinung nach die Handlung eher so vor sich hin und ich bin mit dem Buch nicht richtig warm geworden und ließ es sogar monatelang liegen (was nicht oft vorkommt). Ebenfalls nicht warm geworden bin ich mit den Figuren, und zwar bis zum Ende des Buchs. Normalerweise fiebert man ja mit, ob sich die unerfüllte Liebe jetzt endlich erfüllt oder das Geheimnis gelüftet wird (oder beides). Hier war es leider nicht so. Von wegen Erzählteppich, wie es das Zitat hinten auf dem Buch sagt. Ich hatte eher das Gefühl, dass die Autorin ihre Handlung pflichtschuldigst ein wenig ausgeschmückt hat. Manchmal fand ich die gewählten Ausdrücke total unpassend. Ich gebe ja nebenher Nachhilfe, und an manchen Stellen musste ich an den Schüler denken, der neulich Hildegard von Bingen mit Adjektiven beschreiben sollte und fand, sie sei „willig“ gewesen. 😀

Also, meine Meinung ist gespalten. Einerseits war es für einmal Lesen ganz ok, andererseits war ich wirklich nicht gerade „overwhelmed“. Wahrscheinlich wird „Blut und Kupfer“ wieder abgegeben und findet keinen festen Platz in meinem Bücherregal.

Kennt ihr diesen Roman? Habt ihr ihn gelesen? Mögt ihr historische Romane? Was ist euer Lieblingsgenre?

Die Pfeiler der Macht – grottig verfilmt vom ZDF

Quelle: zdf.de
 
Sie haben es schon wieder getan. Ein weiterer historischer Roman von Ken Follett wurde von einem deutschen Filmteam verschandelt. Wir erinnern uns vielleicht an Die Tore der Welt, wo praktisch nur der Handlungsort und einige Personen noch mit dem Plot übereinstimmten. Cynthia Nixon als Petronilla mordete sich durch Kingsbridge. Oh je. *facepalm*
Diesmal durfte sich das ZDF ranwagen (bei Die Tore der Welt war es einer Münchner Produktionsfirma und die deutsche Ausstrahlung lief auf SAT 1). Und ja, der Zweiteiler ist genau so geworden, wie man sich das von einem ZDF-Zweiteiler vorstellt: teuer und so typisch deutscher Fernsehfilm. Was mich jetzt daran stört, kann ich gar nicht genau sagen, auf jeden Fall aber die Verstümmelung der Handlung! Die werde ich euch jetzt nicht darlegen, wozu gibt es Wikipedia? 😉

Ich als Buchnerd werde einfach nur einige Fragen stellen, um meinen Unmut über diese Verfilmung auszudrücken:
Wieso ist Solly Greenbourne nicht fett?
Warum ist Maisie Robinson eine Barfrau? Und wo sind ihre Sommersprossen?
Wieso hat man Hugh zur Vollwaise gemacht, während er im Buch eine quicklebendige Mutter und eine Schwester hat?
Wer zum Teufel soll diese Clara sein? So eine Figur ist mir aus dem Buch nicht bekannt!
Wieso spielt Yvonne Catterfeld mit?
Wieso hat Maisie eine für den Plot vollkommen unnütze Tochter?
Wieso ist Nora auf einmal Sängerin?
Warum will Solly Schriftsteller sein und schreibt irgendwelche schwülstigen Stücke?
Warum ist Maisie aufwieglerische Kommunistin?

Die „Welt“ hat die Verfilmung übrigens als „Verschwendung von Gebühren“ betitelt – ich kann nur zustimmen. Die Pfeiler der Macht ist kein Wunderwerk der Literatur, aber man hätte durchaus einen guten Film daraus machen können. Der Regisseur Christian Schwochow ist Grimme-Preisträger. (Aber was hat das schon zu heißen? Wir erinnern uns an das Dschungelcamp.) Auf jeden Fall: Warum hat man die Handlung so schlimm verstümmelt? Im Buch funktioniert’s doch auch. Und ich kann nur meinen Freund zitieren, der folgendes gesagt hat, als wir im Fernsehen einen Beitrag über Ken Follett gesehen haben, der die Verfilmungen seiner Bücher ganz toll fand: „Ich glaube, der gute Mann wird langsam senil.“
 
In diesem Sinn lautet meine Empfehlung: Schaut es nicht an. Bitte.

[Buchvorstellung] Zum Welttag des Buches – Türme von Paul Maar

Zum Welttag des Buches (ich weiß, der war gestern schon) möchte ich euch eines meiner absoluten Lieblingsbücher vorstellen. In Zukunft wird es hier auch mehr Buchvorstellungen meiner Lieblingsbücher geben 😉

Könnt ihr euch vorstellen, ein Buch über Türme zu lesen? Jaah. Konnte ich auch nicht. Habs aber trotzdem getan, und seit der fünften Klasse bin ich begeisterter Fan von diesem Buch: Türme von Paul Maar. 🙂

Dieses Buch habe ich als Fünftklässlerin in unserer Schulbibliothek entdeckt und damals immer wieder ausgeliehen. Später, als ich nicht mehr auf der Schule war, habe ich es selbst gekauft.

Paul Maar ist eigentlich eher für andere Sparten als Sachbücher bekannt, wir kennen schließlich alle das Sams. Türme ist aber kein Sachbuch für Kinder, wie ihr seht, bin ich auch als Erwachsene davon begeistert 😉

Paul Maar behandelt in seinem Sachbuch, das man am Stück verschlingen kann, verschiedene Arten von Türmen aus allen Kulturen und Zeiten (zum Beispiel die Pagode, den Campanile, …).

Er erzählt interessante Geschichten und Anekdoten über die verschiedensten Türme, zum Beispiel:

die Geschichte des Jungfrauenturms in Baku

wie der Leuchtturm auf der Insel Pharos wirklich aufgebaut war

wie der Turm zu Babel aussah

wie es dazu kam, dass ausgerechnet in Chicago das Hochhaus erfunden wurde

warum der Buttermilchturm so heißt

wie der Turm ins Schachspiel kam

Also alle Dinge über Türme, die ihr euch schon einmal gefragt habt… oder eben auch nicht. Das Buch ist trotzdem ungeheuer interessant geschrieben, ich glaube ich hätte solch ein Buch auch gelesen wenn es von Mathematik gehandelt hätte. Oder von Meerschweinchen. (Und nehmt es mir nicht übel, aber Meerschweinchen interessieren mich irgendwie gar nicht.)

Die Qualität der Fotografien ist natürlich heutzutage nicht mehr so vom Hocker hauend, und manche Fakten, zum Beispiel welcher der höchste Turm ist, stimmen heute natürlich nicht mehr, aber trotzdem: ein tolles Buch. Und irgendwie auch Zeitzeuge. 😉

„Türme“ bei Amazon

Wikipedia-Artikel über „Türme“

Bild-Link: http://i.ebayimg.com/t/Paul-Maar-Tuerme-/02/!CFUdUUgB2k~$(KGrHqN,!jME1Jpe1YMRBNUtUMUOoQ~~_1.JPG

[TAG] 100 Bücher, die man gelesen haben muss

Bei MsLinguini habe ich einen wundervollen Tag entdeckt – es geht um Bücher, und da kann ich nun mal nicht nein sagen. Als Kind habe ich alles gelesen, was nicht schnell genug weg gerannt ist, heute habe ich arbeits-/unibedingt etwas weniger Zeit (und mein Freund möchte auch mal etwas Aufmerksamkeit abbekommen). Alle Bücher, die ich gelesen habe, sind fett markiert. Zum Schluss gewähre ich euch einen Blick in meine Bücherregale 😉


1. Der Herr der Ringe, J.R.R. Tolkien 


Angefangen! Fast fertig! Ich finde, das zählt! ^^

2. Die Bibel 

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett

Tatsächlich eins meiner Lieblingsbücher, und mein Ziel ist es, das Buch in jeder Sprache zu besitzen, die ich lerne. Italienisch und Englisch hab ich schon abgehakt 🙂

4. Das Parfum, Patrick Süskind 

Bei uns war das ausnahmsweise keine Schullektüre, ich habe es also ganz freiwillig gelesen und fands gut 😉 (Für meine Schwester war das aber Schullektüre – nach ihrem Abi hat sie es mir überlassen, samt der passenden Lektürenhilfe :D)


5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry

Keine Frage. Ich hab daheim auch noch eine richtig alte Ausgabe davon (irgendwo…). Und eine auf Kroatisch!

6. Buddenbrooks, Thomas Mann

War Schullektüre und ich weiß noch wie einer in unserem Kurs von unseren Mitschülern in den Himmel gehypt wurde, weil er das ganze Buch gelesen hatte >_< In der Zeit hatte ich es zweimal gelesen. Der Rest des Kurses hat sich mit wenigen Ausnahmen die Verfilmung angesehen (die neue, nicht die alte), die mit dem Buch nicht mehr ganz so viel zu tun hat.

7. Der Medicus, Noah Gordon

Ja. Gutes Buch, aber ich habe irgendwie Angst mir den Film anzuschauen, seit ich gesehen habe, dass das auch ne semideutsche Verfilmung ist wie Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt(<–grottenschlecht und hat teilweise nur noch namentliche Übereinstimmung mit dem Buch).

8. Der Alchimist, Paulo Coelho

Nein, noch nicht gelesen – aber mein Freund hat das Buch bei sich daheim rumliegen, vielleicht klau ich es ihm mal 🙂


9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling

10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke

Ich glaube zumindest mich daran erinnern zu können, es mal gelesen zu haben, könnte aber die Handlung nicht wiedergeben. Zählt das? ^^

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende

Ich dachte, dem Titel nach zu urteilen sei das Buch irgendwie gruslig, aber es hat sich dann als eine chilenische Familiensaga herausgestellt. Auch nicht schlecht und wie eigentlich alle Bücher von Isabel Allende lesenswert- Fortunas Tochter und Die Stadt der wilden Götter mochte ich aber mehr.

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe

Schullektüre.

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón 
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown

20. Effi Briest, Theodor Fontane 

Keine Schullektüre 😉

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling

22. Der Zauberberg, Thomas Mann

Über dieses Buch habe ich in der Oberstufe meine Facharbeit geschrieben. 


23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell


Vom Winde verweht ist für mich einer der Filmklassiker, die man gesehen haben muss. Das Buch finde ich auch ziemlich gut…


24. Siddharta, Hermann Hesse

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende 
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt 
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse 
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai 
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder 

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams 

Liegt noch daheim rum, hab mich an den dicken Schinken noch nicht rangetraut. Aber: 42!


40. Die Wand, Marlen Haushofer

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass

Keine Schullektüre, zumindest nicht meine –  hab das Buch meiner Schwester geklaut nachdem sie beschlossen hatte lieber das Hörbuch zu hören 😀 (Nein, sie hat es mir natürlich freiwillig überlassen, und auch erst nach ihrem Abi 😉 )


49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque


Der Film zum Buch (ich meine natürlich den von 1930) war bis vor einigen Jahren in vielen Ländern auf dem Index, weil er so grausam sei. Joa. Ich meine, da geht’s um Krieg…

50. Der Schwarm, Frank Schätzing 
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks 
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende 
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger

57. Sakrileg, Dan Brown

Von meinem Vater geliehen. Der liest sowas ^^

58. Krabat, Otfried Preußler

Mein Freund hatte das als Schullektüre. Warum darf man so was auf dem Gymnasium nicht lesen? ^^


59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren

60. Wüstenblume, Waris Dirie
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson

War ein Geschenk meiner Patentante. Überraschend gut.


63. Mittsommermord, Henning Mankell

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
72. Jauche und Levkojen, Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

Schnarch.


75. Was ich liebte, Siri Hustvedt

76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers 

Besitze ich auch auf Russisch! Sehr cool! 


77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé


So was. Den Roman lese ich zur Zeit grade wieder 😉 Ich besitze auch alle anderen historischen Romane von Rebecca Gablé und ihr Sachbuch „Von Ratlosen und Löwenherzen“ (über das englische Mittelalter), das ich auch demnächst vorstellen werde. Mein Lieblingsbuch von ihr ist aber „Hiobs Brüder“. 


78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt

79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern

85. 1984, George Orwell 

Meine Schwester hat es einfach rumliegen lassen! 😀


86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy


Siehe 85.


87. Paula, Isabel Allende 

88. Solange du da bist, Marc Levy 
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johannes Mario Simmel 
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood


Hui, nur 36? Na ja. sind auch Bücher auf der Liste, die ich niemals lesen würde – Barbara Wood und Rosamunde Pilcher gehören nun nicht gerade zu meinen Lieblingsautoren. 🙂 Manche Bücher sind einfach überhaupt nicht mein Geschmack, Henning Mankell zum Beispiel ist einer der Lieblingsautoren meines Vaters, aber ich mag keine Thriller/Krimis. Von manchen Autoren habe ich andere Bücher gelesen als die die auf der Liste stehen, zum Beispiel von Fontane 🙂


Folgende Bücher stehen bei mir (oder meinem Freund 🙂 )im Regal und warten aufs Gelesenwerden:


8. Der Alchimist, Paulo Coelho
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse 

33. Homo faber, Max Frisch
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams 
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas


Manche Bücher stehen auf jeden Fall auf der Will ich mal lesen-Liste:

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë

Und dann möchte ich es noch MsLinguini gleichmachen und einige ausgewählte Regalbretter aus meinen Bücherregalen zeigen. Hier in der Wohnung stehen drei Regale, die fast voll mit Büchern sind. Daheim habe ich bestimmt noch mal so viele, oder vielleicht sogar mehr.




Erste Hälfte der Slawistik/Bücher in Fremdsprachen-Zeile. Im Normalfall sind die geordnet nach:
Bücher auf Russisch
Bücher auf Kroatisch/Serbisch
Bücher auf Rumänisch
Bücher auf Italienisch (fehlen gerade, da wo die Lücke ist)
Bücher auf Englisch
 Dann die „Slawistik-Abteilung“: 
Russische Autoren




Kroatisch/Serbisch/Bosnische Autoren
Sachbücher/Monographien/Sammelbände über Südosteuropa/Osteuropa

Der creepy schauende Typ auf dem hellblauen Buchrücken ist Peter Scholl-Latour 😀 



Das ist die Lexika/Lehrwerke-Abteilung. ^^ Links seht ihr viele Vokabelkästen, die aber gerade nicht in Benutzung sind, weil ich im Moment meine Vokabeln viel besser im Internet lerne. Danach kommen die Wörterbücher, dann Lehrbücher für Sprachen in der Reihenfolge:

Russisch
Serbisch/Kroatisch
Rumänisch
Französisch
Latein
Schwedisch
Türkisch
Armenisch

Tja, Türkisch und Schwedisch stehen ehrlich gesagt noch auf meiner Warteliste, und Armenisch im Moment leider auch. Das Lehrbuch ist aber auch nicht besonders toll. Eine Vokabel zum Beispiel ist ul- die Ziege 😀


Wer sich bis hierhin alles durchgelesen hat, dem gebührt Ehre und Respekt 🙂 Wer mitmachen möchte, sei hiermit getaggt 🙂

(Oh je, das reimt sich auch noch)

Falls ihr Fragen habt: Kommentar 🙂

Bis demnächst 🙂


Der schönste Kalender der Welt :)

Ich habe die letzten Jahre immer den bpb-Timer genutzt und war damit eigentlich auch zufrieden, aber ich wollte für dieses Jahr einfach mal einen richtig schicken Kalender. Dieser ist von meiner Lieblingsmarke, was Blank Books angeht: Paperblanks. (Die haben übrigens einen Pinterest-Account, genau das Richtige für Leute wie mich) Ich liebe Paperblanks, da sie meistens Nachbildungen alter Bücher mit schönen Ornamenten sind. (Das haben wir ja schon bei meiner Uhr gelernt – ich steh auf altes Zeug 😉 )

Für mich war es wichtig, einen Kalender mit Tagesüberblick zu haben, d.h. jeder Tag hat seine eigene Seite. Ich kriege ganz oft Hausaufgaben im Bulgarisch- oder Italienisch-Unterricht, und die muss ich mir aufschreiben können. (Die Bilder davon erspare ich euch mal.)

Letztendlich habe ich mich dann für dieses wunderschöne Exemplar entschieden. Laut dem kurzen Erklärungstext in verschiedenen Sprachen, der in jedem Paperblanks zu finden ist, handelt es sich hierbei um ein Buch im safawidischen Stil.

Wenn ich mich richtig erinnere, kostet dieser Kalender ungefähr 20 Euro. Paperblanks gibt es eigentlich in jeder größeren Buchhandlung, oder im Internet. Ich habe noch einige mehr, unter anderem mit Motiven von William Morris. Wollt ihr die mal sehen? 🙂

PS: Klick auf das Bild vergrößert 😉

Semesteranfang

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b7/Serbian_writing_style
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Juhu, es ist so weit – ich habe endlich wieder Internet, das heißt ich kann euch endlich wieder interessante Dinge aus meinem Leben erzählen! *smile*

Einige meiner Leser interessieren sich auch dafür, welche Sprachen ich so in meiner Unilaufbahn erlerne. Da sind mittlerweile einige dazugekommen, die Liste hört sich sehr eindrucksvoll an und ist es eigentlich gar nicht.

Ich bin bei:

-Deutsch (als Muttersprachler)
-Englisch (5.-13.Schulklasse)
-Serbisch/Kroatisch (Niveau B2)
-Russisch (Niveau A2)
-Italienisch (bis jetzt Niveau A1)
-Rumänisch (rudimentäres Niveau A1)
-Französisch (Schulfranzösisch, ich würde mir da jetzt überhaupt kein Niveau attestieren, der Vollständigkeit halber zähle ich aber dazu. Immerhin hatte ich fast zwei Jahre Unterricht 😉 )
-Armenisch (im Selbststudium, mit Buch – also ebenfalls kein Niveau, ich übe noch die Schrift)
-Bulgarisch (dieses Semester neu, das Ziel ist Niveau A2, glaube ich)

Diese Liste sieht zunächst ja sehr eindrucksvoll aus (ich hatte euch vorgewarnt 😉 ). Zu Deutsch, Englisch und Französisch muss ich nichts mehr erklären, denke ich. Aber wo kommt der ganze Rest her?

Ich studiere Südslawistik im Hauptfach und Südosteuropastudien im Nebenfach. Von der Südslawistik her muss ich schon zwei bzw. drei Sprachen lernen: vier Semester Serbisch/Kroatisch (so heißt der Kurs) und zwei Semester Russisch. Bei Serbisch/Kroatisch überlegt man laut meiner Dozentin allerdings, den Kurs in BKS oder sogar BKSM umzubenennen. Das B steht für Bosnisch, das M für Montenegrinisch. Ich denke mal, früher hieß dieser Sprachkurs einfach Serbokroatisch, aber diese Sprache gibt es ja nicht mehr. Ich sage der Einfachheit immer Kroatisch – erstens habe ich keine Lust, da nachzuzählen, und zweitens ist es im Prinzip auch eher Kroatisch-Unterricht, weil unsere Dozentin Kroatin ist.
Ich habe mein Uni-Pensum für Serbisch/Kroatisch und für Russisch mittlerweile erfüllt, das heißt, ich habe in diesen Sprachen keinen Unterricht mehr.

Da ich in der Schule Latein von der siebten bis zur zwölften Klasse hatte und man für ein Slawistik-Studium leider kein Latinum, sondern zwei moderne Fremdsprachen braucht, musste ich mir da auch noch was überlegen. Es darf natürlich keine Sprache sein, die man in seinem Studienfach lernt, das wäre ja zu einfach. 😉
Ich hätte jetzt einfach einen Französisch-Kurs besuchen können, aber hey: ich bin an der Uni, da gibt es dutzende Sprachkurse. Und dann schaut man sich nach etwas Exotischerem um 😉
So kam ich zu Italienisch. Ich mache das als ASQ (Allgemeine Schlüsselqualifikation), das ist etwas, dass eigentlich alle Bachelor-Studenten machen müssen (zumindest die mit zwei Fächern). ASQ heißt, der Kurs wird nicht bewertet, du kannst dir aus einem Kurskatalog aussuchen, was du machen möchtest, aber du musst es eben machen. Sozusagen Wahlpflicht. Italienisch stand zum Glück drin.

Von den Südosteuropastudien her muss ich eine Sprache lernen. Das war zunächst Rumänisch. Ich habe sehr lange mit dieser Sprache rumgeeiert, es schließlich mit Müh und Not auf das Grundkurs-Niveau und ne 4,0 geschafft. Bei den Südosteuropastudien ist das so: man muss zwanzig Punkte in einer Sprache machen. Leider muss das EINE Sprache sein. Ich gebe das Rumänische leider zunächst erst mal auf, und mache meine zwanzig Punkte nun in Bulgarisch. Das fällt mir leichter, weil ich ja schon Kroatisch und Russisch gelernt habe. Außerdem hat es mich sowieso geärgert, dass ich drei Jahre lang Südslawistik studiert habe und von Bulgarisch, was ja auch eine südslawische Sprache ist, eigentlich nichts mitgekriegt habe. Rumänisch kann ich mir ohne Note im Zeugnis eintragen lassen – auch gut, auf die 4,0 bin ich sowieso nicht stolz.

Nebenher versuche ich natürlich immer noch, Armenisch zu lernen. Das Problem ist immer noch das gleiche: ich hab zu viele andere Sprachen nebenher, um mich darauf konzentrieren zu können. Außerdem habe ich keinen Lernpartner, nur das Buch. Und in Jena keinen Kurs an der Uni. Deshalb muss sich Armenisch leider immer noch hinten anstellen. Ich hoffe natürlich darauf dass sich das noch ändert.

Meine Uni-Kurse werde ich im Sommersemester abschließen und dann der Slawistik vermutlich ade sagen. Mal schauen. 😉 (Ich finde es nämlich irgendwie schade, dass das mit den Sprachkursen dann aufhören soll…)

So, jetzt wisst ihr, wie meine eindrucksvolle Liste zustande kommt. Ich bin nämlich durchaus kein Sprachgenie, auch wenn mir das manchmal attestiert wird.

Was lese ich gerade?

Heute möchte ich euch einige Bücher vorstellen, die ich gerade lese. Ich lackiere nämlich nicht nur meine Fingernägel, ich lese auch gerne, und das hab ich hier auf dem Blog in letzter Zeit ein bisschen vernachlässigt.

Das erste, was mir in letzter Zeit immer ins Auge fällt, wenn ich ans Lesen denke, ist der Roman Ein Held unserer Zeit(Geroj našego vremeni) von Mihail Lermontov. Dieses Buch behandeln wir – wie kann es anders sein – im gleichnamigen Seminar in der russischen Literaturwissenschaft. Deshalb MUSS ich es lesen… ich wollte es trotzdem mal kurz vorstellen. Ich denke, dieser Roman des russischen Realismus ist nicht sehr bekannt (zumindest im deutschen Sprachraum).

Ich hab natürlich auch die deutsche Ausgabe, ich kann ja nicht so gut russisch… das Bild auf dem Buch zeigt übrigens Mihail Lermontov

Der Autor: Mihail Lermontov(1814-1841) war ein Verehrer von Puschkin (den wir bitte alle wenigstens als Wodka kennen, wenn nicht schon als DEN russischen Nationaldichter 😉 ). Er eiferte diesem in vielem nach, unter anderem auch beim Sterben: er starb nämlich wie sein großes Vorbild ziemlich jung bei einem Duell (tss, diese Jugend *kopfschüttel*). Vorher wurde er allerdings, wie viele andere in dieser Zeit, die der Regierung bzw. dem Zaren irgendwie unangenehm waren, in den Kaukasus verbannt. Warum? Naja, im Rest von Europa ging’s in dieser Zeit hoch her(Hambacher Fest, Demokratiebewegung, Aufstände in Frankreich etc.) und die Regierung hatte davor ein bisschen Angst und überhaupt, weit weit weg im wilden Kaukasus konnte ein böser Soldat einfach nicht mehr so viel anstellen.
Manche von den Verbannten waren auch noch Schriftsteller (tss) und worüber schreibt ein Schriftsteller meistens? Genau, meistens über die Dinge, die ihm so passieren, und über die Umgebung, in der er sich befindet. Deshalb spielt der einzige Roman von Mihail Lermontov auch im Kaukasus und der „Held“ ist (vermutlich, das erfährt man nicht so genau) ein Verbannter und kommt eigentlich aus St. Petersburg.
Dieser „Held“, der eigentlich ein Anti-Held ist und deshalb in Anführungsstrichen steht, ist ein Weiberheld und steckt eigentlich andauernd in Schwierigkeiten. Unabsichtlich und unbedacht zerstört er mehr oder weniger alle Gesellschaften, auf die er trifft.
Ich verrate euch natürlich nicht, wie es ausgeht 😉

Ein weiteres Buch, das ich gerade lese, ist Wesire und Konsuln von Ivo Andrić. Dieses Buch habe ich hier schon mal vorgestellt. Ich weiß, das ist schon ne Weile her, aber im Moment muss ich eben das obere Buch lesen 🙂

Und dann noch: die guten alten Buddenbrooks. In der Schule musste ich den Roman schon mal lesen, und was soll ich sagen: ich war nicht nur einer der wenigen aus unserem Deutsch-LK, die das Buch gelesen haben, nope: ich habs sogar zweimal gelesen. Ich find das Buch halt gut, immerhin hat Thomas Mann ein paar Jährchen später einen Literaturnobelpreis bekommen, und meistens finde ich die Nobelpreisübergaben gerechtfertigt (Barack Obama und die EU als Friedensnobelpreisträger nehmen wir davon mal aus… ich glaube, das Nobelpreiskomitee hat so langsam keine Ideen mehr, wem sie das Ding noch andrehen können). Ivo Andrić hat auch den Literaturnobelpreis bekommen – das war 1962.
Ich habe hier eine wunderschöne Ausgabe von 1956 mit blauem Buchrücken aus Leder, die meine Großtante jahrzehntelang in ihrem Schrank versteckt hat. So wie’s aussieht, hat sie das Buch nicht einmal aufgeschlagen, denn das Lesezeichen sieht immer noch so aus wie beim Verkauf. Ihr wisst schon, dann sind die Lesezeichen um die Seiten umgeschlagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Großtante das vor Jahrzehnten selbst gemacht hat und das Buch dann zurück in den Schrank stellte… 😉
Ja, und damit endlich mal jemand diese schöne alte Buddenbrooks-Ausgabe liest (ist ja fast schon ein Verbrechen), tue ich das jetzt. Alle meine Rebecca Gablé-Romane hab ich mal wieder durch und suche nach neuem Lesestoff… und da kommt es mir wie gerufen 😉

Armenisch lernen leicht gemacht

Jetzt, wo ich Semesterferien habe, kann ich mich endlich mal wieder um andere Dinge kümmern als Sprachen für mein Studium zu lernen. Zum Beispiel, andere Sprachen zu lernen. 🙂

Ich versuche nämlich, mir selbst Armenisch beizubringen. ‚Warum das denn?‘, werden sich jetzt bestimmt einige fragen. (Ich muss auch immer erklären, warum ich eigentlich Südslawistik studiere und was das ist und was man denn damit im Leben so anfangen kann und so weiter und so fort…) Die Antwort ist: Tja, keine Ahnung. Es interessiert mich eben 😉

Also, Armenisch ist eine Sprache, die sich linguistisch nicht so ganz einordnen lassen will, so wie zum Beispiel Deutsch. Deutsch ist eine germanische indoeuropäische Sprache. Russisch ist eine ostslawische indoeuropäische Sprache. Armenisch ist – Armenisch, eine indoeuropäische Sprache.
Das macht es auch ein kleines bisschen komplizierter, sich da heranzuarbeiten. Es gibt nicht gerade viele Verwandtschaften zu anderen Sprachen. Außerdem ist Armenisch auch keine Sprache, die besonders viele Leute aus irgendeiner Motivation heraus lernen wollen, wie Russisch oder Spanisch (Schule) oder Arabisch oder Chinesisch (Beruf). Armenisch wird unter anderem in Armenien gesprochen und außerdem noch von armenischen Einwanderern in den USA. Daher gibt es kaum Lehrwerke zur armenischen Sprache. Mein Lehrbuch ist so ziemlich das einzige das es auf dem deutschen Markt gibt. (Lustige Anekdote: Meine Italienisch-Dozentin hat mal einen Armenisch-Kurs gemacht. Sie hatte das selbe Lehrbuch.) Es nennt sich „Lehrbuch der armenischen Sprache“ und wird vom Buske-Verlag herausgegeben. Der Schriftsatz ist von 1995 und deshalb sieht das Ganze etwas antik aus. Allerding kann man im Vorwort lesen, dass für die vierte Auflage eine komplette Neuüberarbeitung geplant sei. Vielleicht leg ich es mir dann nochmal zu, wenns besser wird. 😉

Der Preis für das Wissen der armenischen Sprache beträgt 29,90 €. Ich würde allerdings empfehlen, die für mich sehr hilfreiche „Einführung in die armenische Schrift“ der selben Autorin gleich mit dazu zu bestellen. Sie kam jetzt erst, im Dezember 2012, neu raus und kostet 19,90 €. 

Passend dazu gibt’s auch noch die Lehrbuch-CD (19,90 €), die ich allerdings noch nicht besitze. Steht aber auf meiner Wunschliste ganz oben 😉

Um zurück zum Lehrbuch zu kommen, es besteht im Wesentlichen aus drei Teilen. Ich schlage mich noch mit dem ersten Teil des Lehrbuchs herum, in dem der Schüler die Buchstaben und die grammatikalischen Grundlagen lernt. Der zweite Teil des Buches besteht aus Leseübungen und noch mehr Grammatik. Im dritten Teil des Buches gibt es nur Lesestücke, kleine Fabeln etc. Danach folgt eine Zusammenfassung der Grammatik und ein armenisch-deutsches Wörterbuch. Gerade das Letzte finde ich gut, bei meinem Italienisch-Lehrbuch ist es nämlich nicht so. ^^

Über die Einführung in die Schrift ist eigentlich nicht viel zu sagen, nur dass man sie sich zum Erlernen der armenischen Schreibschrift (jap, darum gehts da nämlich, Druckschrift sollte ja eigentlich kein Problem sein 😉 ) unbedingt zulegen sollte. Anders als im Lehrbuch sieht man noch genauer, wie die einzelnen Buchstaben aussehen, über wie viele Zeilen sie gehen, wie sie mit anderen Buchstaben verbunden werden und so weiter. Außerdem enthält das Buch noch eine interessante Geschichte der armenischen Schrift.

Was das Lernen an sich betrifft, na ja… das ist immer ein bisschen schwierig alleine. Leider gibt es an der Uni Jena keinen Armenisch-Kurs, sonst wüsste ich gleich, was ich noch auf meinen Stundenplan setze. Der einzige Armenisch-Kurs, den man in Jena belegen kann, ist im Verbund mit der Uni Halle und findet in Halle statt. Nix für ungut, aber Halle und Jena sind über 100 Kilometer voneinander entfernt und liegen in verschiedenen Bundesländern und das ist sowohl Zug- als auch Autotechnisch etwas ungünstig. Zeittechnisch wollen wir davon lieber mal gar nicht anfangen, ich arbeite immerhin nebenher noch.

Das hier ist übrigens mein Lieblingsbuchstabe:

In lateinische Schrift transkribiert wird er mit „sch“.

Ich werde mich dann mal weiter ans Lernen machen 😉

Viele Grüße und eine schöne Woche 🙂

bela devojka

Not time for gold. It’s time for Andrić!

Nachdem ich alle meine Prüfungen hinter mir habe und nur noch bibbernd auf die Noten warte, habe ich auch endlich mal wieder ein bisschen Zeit für Bücher 🙂

Ich habe mal (da war ich krank) einige Zeilen über Die Pest von Albert Camus geschrieben. Das Buch ist ein bisschen anspruchsvoller, und ich kam irgendwie auf die hirnverbrannte Idee: Haha, du bist krank, lies doch mal ein Buch über ne Krankheit! Das nächste Mal lese ich in dem Fall lieber irgendeinen historischen belletristischen Roman über eine starke Frau, die Ärztin wird oder sowas in der Art. Ich konnte nämlich in meinem hirnbreiigen Zustand keinen Satz von Camus richtig aufnehmen und fand es deshalb ziemlich langweilig (siehe hier 😀 ). Tja, mittlerweile hab ich es natürlich längst fertig gelesen und kam zu dem Schluss, dass ich noch mal richtig, von vorne, anfangen muss… ^^ Wenn ich gesund bin, kommt vielleicht irgendwas bei mir an 😀

Im Moment lese ich gerade Wesire und Konsuln von Ivo Andrić (ich studiere ja schließlich Südslawistik). Ivo Andrić ist definitiv einer der bekanntesten südslawischen Schriftsteller, der 1961 für seine Erzählweise den Nobelpreis für Literatur erhielt. Neben Wesire und Konsuln ist auch Die Brücke über die Drina eines der Bücher, die man (nicht nur als Slawistik-Student) von Ivo Andrić kennen sollte. Ivo Andrić hat natürlich noch viele viele lesenwerte Werke mehr verfasst, zum Beispiel Das Fräulein. Wesire und Konsuln spielt in der kleinen bosnischen Stadt Travnik zu einer Zeit, als diese noch zum osmanischen Reich gehörte. Im anderen Teil Europas regiert gerade Napoleon, und die Handlung beginnt damit, dass ein französischer Konsul nach Travnik geschickt wird, um dort die Interessen Frankreichs zu vertreten. (Einen Wesir gibt es dort natürlich auch, deshalb der andere Teil des Buchtitels ^.^) Ich bin leider noch nicht sehr weit, aber ich werde noch mal eine Zusammenfassung des Romans geben, gerade weil südlslawische Literatur nicht gerade zu den meistgelesensten gehört. Vielleicht regt das ja jemandem zum Lesen an 😉

Im nächsten Semester werde ich auch endlich, endlich mal (ja, zum ersten mal in meinem Studium) russische Literaturwissenschaft belegen. Mal schauen was ich da lesen werde… vielleicht landet das ja dann auch hier 😉

Viele liebe Grüße

bela devojka

Heute mal ein Sprachpost ;)

Buongiorno!

Heute möchte ich mal ein paar Empfehlungen geben für Leute, die Sprachen lernen. 🙂

Im Italienisch-Unterricht (mit dem Ziel A1, ist ja ein Grundkurs) benutzen wir das Buch L’italiano all’università, ein Lehrbuch speziell für Studenten, die (wie der Name ja schon sagt) Italienisch an der Uni lernen. Das merkt man auch an den Texten, fast alle Protagonisten der Texte sind Studenten. Das Lehrbuch ist ziemlich neu und interessant, neben den Texten findet sich auch immer noch ein kleiner landeskundlicher Text. Die Themen sind eigentlich auch interessant, natürlich gibt es auch ein Kapitel über Essen, in dem man die richtige Zubereitung des Capuccino lernt 😉 (Übrigens so nebenbei, wo wir schon mal dabei sind: il caffé ist kein Kaffee, sondern in Italien ein Espresso. Auch das hab ich im Kurs gelernt 😉 )
Am Ende jeder unità ist die Grammatik noch mal kurz erklärt, das ist ziemlich gut. Ein Vokabelverzeichnis am Ende des Buches, wie man es aus Schulbüchern kennt, gibt es hier nicht. Das mag einerseits daran liegen, dass man Studenten durchaus zutrauen kann, sich die Vokabeln aus dem Wörterbuch selbst zusammen zu suchen, andererseits ist das Buch aber auch einfach „per studenti stranieri“, also für ausländische Studenten egal welcher Herkunft, gedacht. Das komplette Buch ist daher auch in Italienisch gehalten.
Gut finde ich den Übungsteil, der nach den normalen Lektionen kommt und nochmal Aufgaben Lektion für Lektion behandelt. Die Lösungen dafür gibts dann auch am Ende des Buchs.
Der Verlag „EdiLingua“ hat seinen Sitz komischerweise in Athen… oO
Beim Kauf würde ich mal darauf achten, ein Mängelexemplar zu besorgen(meistens sind die ja nicht sehr mangelhaft). Wenn man das Buch neu kauft, kostet es nämlich 37,95 € (ich hab meins aus Dringlichkeit direkt in der Uni-Buchhandlung, bei Thalia in Jena gekauft >.< ). Einer aus meinem Kurs hat seins als Mängelexemplar bei Amazon gekauft und dafür 9 € bezahlt…
Für Selbstlerner ist das Buch eher weniger geeignet, man braucht schon einen Lehrer, der einem was erklärt.
Für Interessierte hier die ISBN: 978-960-693-068-3

Außerdem hilft mir noch ein anderes Buch, das mir meine Mutter aus Südtirol mitgebracht hat: „Prime Letture- Erste italienische Lesestücke“ sind kleine Geschichten und Anekdoten (eigentlich für Kinder, aber als Erwachsener kann man auch was lernen), und zwar auf der linken Seite auf Italienisch gedruckt, und auf der gegenüberliegenden Seite auf Deutsch. Die Texte werden zum Ende des Buches hin länger und komplizierter, ist klar 😉 Für Anfänger egal welchen Alters kann ich es begleitend zum Unterricht nur empfehlen. Erschienen ist es beim dtv. ISBN: 978-3-423-09239-5 (7,40 in Brixen bei Athesia, bei Amazon 6,90€)

Besonders hilfreich fand ich (auch bei Lerngruppen) „Langenscheidts Verb-Tabellen Italienisch“. Das hab ich allerdings von meiner Mutter zugesteckt bekommen, die irgendwann mal vor geschätzten dreißig Jahren (ein genaues Datum hat sie mir nicht genannt 😉 ) Italienisch an der Volkshochschule gelernt hat. Die Verb-Tabellen sind nach den drei Konjugationsformen (A-, E- und I-Konjugation) geordnet. Hinten im Buch gibt es ein Register, wo man auch bei den Verben, die nicht direkt verzeichnet sind, auf einen Eintrag verwiesen wird, wo das Verb gleich konjugiert wird. Wie gesagt, das Buch ist schon etwas älter (1980) und ich weiß nicht, ob Langenscheidt so etwas heute noch produziert. Vielleicht bei ebay oder beim Antiquariat versuchen 😉 Ändern sich ISBNs? Wenn nicht, dann ist diese wohl noch aktuell: 3-468-34181-4
Bei Amazon gibt es die neue Variante gebraucht ab 3,95 €, ISBN: 978-3468341847

Mein Wörterbuch lasse ich mal lieber außen vor, das hab ich bei Aldi gekauft… 😀 Dementsprechend ist es auch qualitativ: die Substantive stehen gerne mal im falschen Genus etc. 😉

Ich wünsche euch viel Spaß beim Italienisch-Lernen 😉

bela devojka