Jena Hochwasser 31.5.13

Aus aktuellem Anlass heute noch mal ein paar Fotos 😉

Ich war grade mit meinem Freund spazieren… so sieht es in Jena gerade aus:

Normalerweise stehn da Bänke… oÔ
Ich glaub, den hats beim letzten Gewitter umgehaun…
Von der Paradiesbrücke runter. Da, wo das Wasser runterfließt, ist normalerweise ca. 1 Meter Höhenunterschied.
Von der Treppe sieht man normalerweise einige Stufen mehr 😉
Wenn man auf der Brücke steht, kann man die Wucht des Wassers spüren, das unter einem durch wummert. 

Ernst-Abbe-Schwimmfeld 😉

Ab hier wollte mein Freund nicht mehr weiter 😀

Spaziergänge

Hallo liebe Leser 🙂

In den letzten paar Tagen musste ich nicht arbeiten und nicht zur Uni gehen (auch wenn das mit der Uni netterweise schon nächsten Montag wieder losgeht – Vorkurse, yay!) und deshalb hab ich mal ein bisschen ausgespannt und war mit meinem Freund ein bisschen in Jena spazieren, hab meine Küche einer umfassenden Behandlung mit diversen Putzmitteln unterzogen und mich an der Sonne erfreut, die sich wohl dachte, sie beendet endlich diesen Quatsch mit „finsterster Winter seit 1951“. Danke, liebe Sonne. Einige von uns waren schon leicht depressiv 😉

 
 
 
Ich habe beim Spazieren mal ein paar Fotos von Jena gemacht, genauer gesagt vom Paradies-Park.
 
Das ist ein sehr großer Park, der über 100 Jahre alt ist und ziemlich zentral gelegen ist, praktischerweise fast gleich neben meiner Haustür 🙂
 
 


 
 
 
Das Stadion liegt im Park, weswegen die vielen Polizisten bei den Spielen zwischen Jena und Erfurt wenigstens eine schöne Aussicht haben 😉
 
 

 
 
Ich würde auch gerne mal wissen, wie dieser Berg heißt, den man von der Stadtrodaer Straße aus sehen kann. Das Internet hat mir bis jetzt nicht weiter geholfen… >.<

Das Weiße ist übrigens Schnee, der trotz Sonne eine Weile gebraucht hat, bis er endlich weg war 😉

Und dann haben wir beim Spazierengehen Frank getroffen. Frank führt ebenfalls einen Blog, und zwar eine Art Streetstyle-Blog, aber mit interessanten Menschen, hinter denen auch eine Geschichte steckt. Was ich daran besonders toll finde: Das Ganze findet in Jena, Weimar und Erfurt statt. Das wurde aber auch Zeit 😉
Franks Blog nennt sich „Stilvoll unterwegs“. Frank wollte mich wegen meiner Schleifchen-Haarspange fotographieren, und das durfte er auch. Mann, fühlt man sich da gebauchpinselt 😉

Anschauen kann man sich Franks Blog „Stilvoll Unterwegs“ hier:

http://stilvollunterwegs.blogspot.de/

Klickt euch mal durch und sucht mich. Es ist wirklich sehenswert, und auch wenn Stilvoll Unterwegs noch am Anfang steht, werde ich dranbleiben und schaun, wie es sich entwickelt 😉

Viele liebe Grüße

bela devojka

Armenisch lernen leicht gemacht

Jetzt, wo ich Semesterferien habe, kann ich mich endlich mal wieder um andere Dinge kümmern als Sprachen für mein Studium zu lernen. Zum Beispiel, andere Sprachen zu lernen. 🙂

Ich versuche nämlich, mir selbst Armenisch beizubringen. ‚Warum das denn?‘, werden sich jetzt bestimmt einige fragen. (Ich muss auch immer erklären, warum ich eigentlich Südslawistik studiere und was das ist und was man denn damit im Leben so anfangen kann und so weiter und so fort…) Die Antwort ist: Tja, keine Ahnung. Es interessiert mich eben 😉

Also, Armenisch ist eine Sprache, die sich linguistisch nicht so ganz einordnen lassen will, so wie zum Beispiel Deutsch. Deutsch ist eine germanische indoeuropäische Sprache. Russisch ist eine ostslawische indoeuropäische Sprache. Armenisch ist – Armenisch, eine indoeuropäische Sprache.
Das macht es auch ein kleines bisschen komplizierter, sich da heranzuarbeiten. Es gibt nicht gerade viele Verwandtschaften zu anderen Sprachen. Außerdem ist Armenisch auch keine Sprache, die besonders viele Leute aus irgendeiner Motivation heraus lernen wollen, wie Russisch oder Spanisch (Schule) oder Arabisch oder Chinesisch (Beruf). Armenisch wird unter anderem in Armenien gesprochen und außerdem noch von armenischen Einwanderern in den USA. Daher gibt es kaum Lehrwerke zur armenischen Sprache. Mein Lehrbuch ist so ziemlich das einzige das es auf dem deutschen Markt gibt. (Lustige Anekdote: Meine Italienisch-Dozentin hat mal einen Armenisch-Kurs gemacht. Sie hatte das selbe Lehrbuch.) Es nennt sich „Lehrbuch der armenischen Sprache“ und wird vom Buske-Verlag herausgegeben. Der Schriftsatz ist von 1995 und deshalb sieht das Ganze etwas antik aus. Allerding kann man im Vorwort lesen, dass für die vierte Auflage eine komplette Neuüberarbeitung geplant sei. Vielleicht leg ich es mir dann nochmal zu, wenns besser wird. 😉

Der Preis für das Wissen der armenischen Sprache beträgt 29,90 €. Ich würde allerdings empfehlen, die für mich sehr hilfreiche „Einführung in die armenische Schrift“ der selben Autorin gleich mit dazu zu bestellen. Sie kam jetzt erst, im Dezember 2012, neu raus und kostet 19,90 €. 

Passend dazu gibt’s auch noch die Lehrbuch-CD (19,90 €), die ich allerdings noch nicht besitze. Steht aber auf meiner Wunschliste ganz oben 😉

Um zurück zum Lehrbuch zu kommen, es besteht im Wesentlichen aus drei Teilen. Ich schlage mich noch mit dem ersten Teil des Lehrbuchs herum, in dem der Schüler die Buchstaben und die grammatikalischen Grundlagen lernt. Der zweite Teil des Buches besteht aus Leseübungen und noch mehr Grammatik. Im dritten Teil des Buches gibt es nur Lesestücke, kleine Fabeln etc. Danach folgt eine Zusammenfassung der Grammatik und ein armenisch-deutsches Wörterbuch. Gerade das Letzte finde ich gut, bei meinem Italienisch-Lehrbuch ist es nämlich nicht so. ^^

Über die Einführung in die Schrift ist eigentlich nicht viel zu sagen, nur dass man sie sich zum Erlernen der armenischen Schreibschrift (jap, darum gehts da nämlich, Druckschrift sollte ja eigentlich kein Problem sein 😉 ) unbedingt zulegen sollte. Anders als im Lehrbuch sieht man noch genauer, wie die einzelnen Buchstaben aussehen, über wie viele Zeilen sie gehen, wie sie mit anderen Buchstaben verbunden werden und so weiter. Außerdem enthält das Buch noch eine interessante Geschichte der armenischen Schrift.

Was das Lernen an sich betrifft, na ja… das ist immer ein bisschen schwierig alleine. Leider gibt es an der Uni Jena keinen Armenisch-Kurs, sonst wüsste ich gleich, was ich noch auf meinen Stundenplan setze. Der einzige Armenisch-Kurs, den man in Jena belegen kann, ist im Verbund mit der Uni Halle und findet in Halle statt. Nix für ungut, aber Halle und Jena sind über 100 Kilometer voneinander entfernt und liegen in verschiedenen Bundesländern und das ist sowohl Zug- als auch Autotechnisch etwas ungünstig. Zeittechnisch wollen wir davon lieber mal gar nicht anfangen, ich arbeite immerhin nebenher noch.

Das hier ist übrigens mein Lieblingsbuchstabe:

In lateinische Schrift transkribiert wird er mit „sch“.

Ich werde mich dann mal weiter ans Lernen machen 😉

Viele Grüße und eine schöne Woche 🙂

bela devojka

JenImpressions :)

Was ist das?

Ich werd es euch verraten – das ist das Saaleufer in Jena bei einem herbstlichen Sonnenuntergang.

Das Bild ist zwar etwas älter und es ist auch schon lange in meinem facebook-Account zu sehen, aber ich find’s so toll, dass ich es einfach trotzdem posten muss 🙂

Ich bin ja nur wegen der Südslawistik nach Jena gekommen. Die Friedrich Schiller-Universität ist nun mal die einzige Uni in Deutschland, an der man Südslawistik studieren kann (mit Serbisch als erster Slawine).
Das ging früher wohl auch mal in Tübingen (da hätte ich auch nicht so weit weg ziehen müssen *smile*), aber just in dem Jahr, in dem ich Abi machte, haben die das dort abgeschafft. Leider. Gegen Studieren in Schwaben hätte ich eigentlich auch nix gehabt.

So bin ich also (nach einem Besuch der einstiegAbi-Messe in Karlsruhe-viele kostenlose Kugelschreiber für mich und meine Mami :D) auf Jena verfallen. Jena liegt in Thüringen, und Thüringen ist, wie ich festgestellt habe, ein Bundesland, über das viele Menschen bei mir daheim nichts wissen. Es liegt halt irgendwie in der Mitte, und man fährt durch, wenn man nach Berlin will… >.<

Einer meiner Bekannten dachte damals sogar, als ich sagte, ich wolle zum Studieren nach Jena ziehn, dass die Stadt in Russland liege… *hüstel*

Ein Lehrer von mir hat den (wie ich finde) ziemlich beschränkten Kommentar losgelassen: „Aber Bianca! Du kannst doch nicht nach Ostdeutschland ziehen! Da lebst du doch unter Ossis!“ Schade, eigentlich hatte ich ihn bisher als intelligenten, aufgeschlossenen Menschen eingeschätzt.

Wie also ist Jena/Thüringen/der Osten?

Hm, also ich finds hier (Überraschung ;D) gar nicht soo anders als in der Pfalz. Der Dialekt ist ein bissel anders, und im Winter ist es definitiv ein paar Grad kälter (auch wenn ich hoffe, dass wir hier die 30 Grad Minus nicht mehr so schnell erreichen und das ein Rekord vom letzten Winter bleibt *bibber*). Gut, ok, ich wohne in einer großen, aufgeschlossenen, internationalen (jaah, internationalen) Stadt in Thüringen. Aber ich mag auch die Landschaft, durch die ich manchmal hindurchfahre, und Besuche in Weimar und Erfurt kann ich jedem nur wärmstens empfehlen(wobei es in Jena natürlich auch einiges zu sehen gibt.)

Ich wohne jetzt seit zweieinhalb Jahren hier in Jena, und mir gefällts. Ich habe nicht den Eindruck, dass Jena uneinladend und rechts wirkt (auch wenn das ein journalistisch nicht gerade einwandfreier Beitrag bei aspekte mal angedeutet hat- da wollte wohl ein unbekannter Schriftsteller sein Buch promoten; hier mal das Video von dem Beitrag, der natürlich für Empörung gesorgt hat:)

Kurz gesagt: Jena finde ich zum Studieren echt gut und ich kann auch verstehen dass hier Menschen herziehen… das Wohnen in der Stadt ist tasächlich manchmal ein wenig nervig und in meiner Wohnung ist es nicht ganz leise, weil sie zwar einerseits gegenüber vom Paradies-Park, aber damit auch gegenüber vom Paradies(ICE)-Bahnhof und von der Stadtrodaer Straße, dem Hauptverkehrsnadelöhr Jenas liegt.

Aber ich plane ja eh bald umziehen in eine etwas ruhigere Gegend 😉

Und weil ich in Zukuft auch Impressionen von der Stadt zeigen möchte, in der ich lebe, könnt ihr euch auf weitere Bilder von Jena freuen 🙂

Viele liebe Grüße wünscht

bela devojka