Kaffeeklatsch mit Bela Vol. 7

Das wurde auch mal Zeit. Lange hab ich nicht viel gefunden, was ich euch zeigen könnte, oder es war nicht mehr aktuell. Ich zeige euch heute ein paar Bilder, die ich noch auf der Festplatte gefunden habe und die es irgendwie nie auf den Blog geschafft haben.

Aber zuerst habe ich einen interessanten Link von euch von Sophie, die das GNTM-Finale in Mannheim besucht hat und davon berichtet: KLICK! Auch interessant, dass Sophie noch einmal bestätigt, dass das Publikum erst mal eine halbe Stunde ohne Infos sitzen gelassen wurde.

Die Pinguin-Apotheke in Nagold habe ich euch schon mal mit dem Penguin Lacquer-Instgram-Account gezeigt. (Ja, ich gebe es zu: ich hab mir ne bessere Kamera zugelegt und betreibe jetzt einen reinen Nagellack-Blog ) Diese Apotheke verteilt Treuemarken in Form von goldenen Münzen, auf denen „1 Piunguin-Mark“ steht. Irgendwie hat mich das zurück in meine Kindheit versetzt, wo die Währung meines Landes Pinguänien zufällerweise auch Pinguin-Mark hieß 🙂

Schlechter Wortwitz, gesichtet gegenüber von der Haltestelle Zeiss-Werk in Jena. Wer hat sich das nur ausgedacht? Ergibt ja gar keinen Sinn 😀

Ich habe übrigens ein wenig am Layout gebastelt (merkt überhaupt wer den Unterschied? Die Jugend von heute liest doch eh nur auf dem Handy Schmartphon :D). Es ist ist jetzt ein wenig heller und ich finde es echt cool, dass Blogger mir die gleiche Schrift anbietet, die ich auch für meine Wasserzeichen verwende 🙂

Dieses Bild hat mir Andrea geschickt! Vielen Dank dafür! 🙂

Was ich mit meinem Pinguin und meiner Brille mache, wenn ich eigentlich lesen soll… 🙂

Dieser Pinguin wurde mir von Rebekka geschickt und steht in Lyon. Vielen Dank! 🙂

Ich wünsche euch ein tolles Restwochenende! Falls ihr auch mal einen Pinguin irgendwo seht: immer her damit! Einfach an bianca.hepp@gmail.com schicken 🙂

Grauer Oktober/November


Der Bus, dieses weiß-blau-gelbe Monstrum, setzt sich ruckelnd in Bewegung. Ich halte den Atem an. Ein Blick aus dem Fenster. Grauer Einheitshimmel über grauer Einheitsarchitektur. Okay, das ist gelogen. Jena ist ziemlich bunt, und sogar das Horrorhaus in Lobeda wurde kernsaniert. Jetzt ist es zwar trotzdem grau, aber das ist ein edles gestrichenes Dunkelgrau mit roten Metallbalkonen, kein graubraunes gebäudezerfallendes Grau. Horrorhaus deswegen, weil es DER perfekte Horrorfilmdrehort in Jena wäre. Eingeschlagene Fenster, abblätternde Farbe, nebenan ist ein russisches, ebenfalls zerfallendes Casino. Wobei, jetzt natürlich nicht mehr. Jetzt ist das Horrorhaus umgewandelt in kleine „1-, 2- oder 3-Raumwohnungen“(so steht es auf dem Plakat). Für die Leute in Jena ist das toll. Aber ich werde vermutlich keinen Horrorfilm hier drehen können. 




Irgendjemand neben mir riecht nach Filterkaffee und Kondensmilch, aber ich drehe mich nicht um, um herauszufinden, wer. Eine Mutter streitet mit ihrem Kind, das nicht sitzen bleiben will. Doch ich denke nur an die Kondensmilch, die man früher mit einem Sporn geöffnet hat. In meiner Kindheit haben das meine Eltern schon nicht mehr gemacht, den Sporn hatten sie aber noch. Ich wusste überhaupt nicht, wofür man dieses Ding benutzte. Ich habe damit pinguänische Briefmarken gebastelt. Hat sehr gut funktioniert: die Löcher, die ich in das Papier bohrte, waren zwar manchmal etwas groß, aber man konnte meine Briefmarken, die übrigens alle orange waren, gut voneinander abtrennen. Sie zeigten meistens König Ping Öbeöb und kosteten fünf oder zehn pinguänische Pfennig. Trotz des ziemlich niedrigen Preises (fünf pinguänische Pfennig entsprachen zufälligerweise genau fünf deutschen Pfennigen) schlugen alle meine Versuche fehl, meine Eltern zu Endabnehmern meiner Briefmarken zu machen (…und das, obwohl mein Vater Briefmarken sammelte. Das hat mich schwer gekränkt.).

Bis heute muss ich an die nie gewürdigte Briefmarkenproduktion der pinguänischen Post denken, wenn ich Kondensmilch rieche. Was eine Busfahrt so alles bewirken kann…




Plitsch Platsch Pinguin!

(Einführung des Labels Sport – ich glaube eigentlich nicht dass ich das noch oft benutzen werde :D)

Ich und mein Freund wollen etwas für unsere Kondition tun und deshalb besitzen wir jetzt die Monatskarte für das GalaxSea in Jena. Eigentlich wollten wir ja nur schwimmen gehen und nicht ins Spaßbad, aber in Jena gibt es da nur noch die Schwimmhalle in Lobeda und die hat – haltet euch fest – für normale Menschen zweimal in der Woche jeweils eine Stunde geöffnet! Yay! Meine Kollegin meinte dazu: „In der Zeit zieh ich mich vielleicht um.“ Alternativen sind das Ostbad, ein Freibad mit einem Becken, und der hautausschlagverursachende Schleichersee (das Südbad).

In einem so großen (hüstl) Schwimmbad sind natürlich viele, viele Menschen unterwegs, die auch alle was für ihre Kondition tun wollen. Das Problem am GalaxSea ist, dass das Schwimmerbecken nur 25 m lang ist und alle dreiviertel Stunde zur Hälfte abgesperrt wird, weil dann die Sprungtürme offen sind. (Liebe Betreiber des GalaxSeas: da wo ich herkomme, schaffen die Leute es, für die Sprungtürme ein eigenes Becken hinzubauen.)

Das jedenfalls führt dazu, dass das Schwimmerbecken total überlaufen bzw. überschwommen ist und man eigentlich gegenseitig sehr viel Rücksicht aufeinander nehmen muss. Joa. In der Theorie 😉

In der Praxis sind mir da schon einige Typen von Schwimmern aufgefallen, die ich euch heute exklusiv – nur hier bei bela devojka(C) – vorstellen möchte.

(Auf der Website des GalaxSea kann übrigens folgendes lesen: „Für sportlich Aktive bestehen jede Menge Möglichkeiten, ihre Passion auszuleben. Im 25-Meter-Becken können Schwimmer auf Zeit schwimmen oder in Ruhe ihre Bahnen ziehen. “ Joa. Ne. xD )

Typ 1 – Der rücksichtslose Krauler.

Der rücksichtslose Krauler gehört zur Kategorie der Businessmenschen – nach der harten Arbeit entsteigt er seinem grauen Anzug, um in seine enganliegende knallblaue Badehose zu schlüpfen und seinen hart arbeitenden Astralkörper zu stählen. Dazu walzt er sich durch das Becken und mäht rücksichtslos alles nieder, was ihm in die Quere kommt. Arme kleine Bloggerinnen treffen diese Leute manchmal mit ihrem Fuß am Kopf, weil sie einfach zu schnell von hinten anrasen 🙂

Typ 2 – Die Labertaschen.

Die Labertaschen schwimmen gemütlich allen anderen im Weg herum (meistens in der Mitte des Beckens) und unterhalten sich dabei. (Welche Wirkung hat das Schwimmen eigentlich, wenn du nach fünf Bahnen aufhören musst, weil du vom Labern nebenher so außer Atem bist? :D)

Typ 3 – Die „Oh mein Gott, meine Dauerwelle ist nass geworden“-Oma.

Schwimmt und hält ihren Körper dabei bewusst steif, damit ihr Kopf ja nicht unter Wasser gerät oder besser gesagt: ihre Haare nicht nass werden. Wenn das doch passiert (neeein, ich hab damit nie was zu tun, aber Mister R. eventuell :D), regt sie sich herzinfarktsanregend auf über den Menschen, der ihr edles Haupthaar besudelt hat. Merke: wenn du nicht willst, dass deine Haar nass werden, darfst du nicht ins Schwimmbad gehen 😉

Wenn ich in nächster Zeit irgendwelche Rechtschreibfehler in den Äther des Internets verbreite, möchte ich mich schon mal dafür entschuldigen – auf unserer Tastatur hängen (aus unerklärlichen Gründen :D) einige Tasten, zum Beispiel das E 😉 


Kennt ihr noch weitere Typen von Schwimmern? 😉

Lacke in Farbe… und bunt! Beige mit dem essence 136 love’s recipe

Zeit für beige Lacke bei der Aktion von Lena und Cyw 🙂

Diesen Lack durfte ich mir mitnehmen, als der Essence-Tourbus in Jena halt gemacht hat. Er hat mich also nichts gekostet. Ich glaube, er ist schon länger nicht mehr im Sortiment. Schade eigentlich 😉

Praktisch ist, dass love’s recipe schnell trocknet, denn damit er vollständig deckte, habe ich vier Schichten gebraucht. Insgesamt hat das Lackieren auch nur zehn Minuten gedauert. Ich habe mal keinen Überlack lackiert und darauf vertraut, dass er durch die ganzen Fleks und Glitzerteilchen auch so auf meinen Nägeln bleibt – das Ablackieren wird schon tragisch genug, dachte ich mir. Die verleihen dem Lack übrigens eine gewisse Tiefe. Ideen zur Verwendung in Nageldesigns habe ich auch schon: wenn ich mal die Skyline von Jena auf meine Nägel malen will, nehme ich love’s recipe für den Kirchturm 😀

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/60/Stadtkirche_St._Michael_in_Jena_2008-05-24.jpg/400px-Stadtkirche_St._Michael_in_Jena_2008-05-24.jpg

Leider hat der Lack dann doch nicht so lange auf den Nägeln gehalten, weil ich mich mal wieder in der neuen Olympiadisziplin „Extrem-Geschirrspülen“ bewiesen habe… zum Glück fällt das durch die helle Farbe kaum auf. Schwimmen gehen gab ihm aber den Rest und nach einem Tag musste er schon runter. Meine Nägel sind nicht die besten und ich habe wirklich viel geputzt in den letzten Tagen, ich denke, daran liegt’s.

Auf den Fotos könnt ihr zwar das Nagelweiß sehen, in natura war das aber nicht so. Und zum Abschluss muss ich noch sagen: Urghs, meine Nagelhäute 😀

Kennt ihr love’s recipe oder habt ihn vielleicht sogar selbst?

Kaffeeklatsch mit Bela Vol. 4

Die letzte Woche war mal wieder turbulent – Uni und Krankheit und Arbeiten (und irgendwie glaube ich, dass ich das letzte Woche schon mal geschrieben habe).
Heute habe ich mal wieder einen kleinen Pinguin für euch. 🙂
Das steht seit mehreren Monaten an einem Haus in Jena (Magdelstieg) 😉

Und: wusstet ihr, dass man in Bonn den Master of Disaster erwerben kann? 😀

Ich wünsche euch eine schöne Woche! 😉

Semesteranfang

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b7/Serbian_writing_style
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Juhu, es ist so weit – ich habe endlich wieder Internet, das heißt ich kann euch endlich wieder interessante Dinge aus meinem Leben erzählen! *smile*

Einige meiner Leser interessieren sich auch dafür, welche Sprachen ich so in meiner Unilaufbahn erlerne. Da sind mittlerweile einige dazugekommen, die Liste hört sich sehr eindrucksvoll an und ist es eigentlich gar nicht.

Ich bin bei:

-Deutsch (als Muttersprachler)
-Englisch (5.-13.Schulklasse)
-Serbisch/Kroatisch (Niveau B2)
-Russisch (Niveau A2)
-Italienisch (bis jetzt Niveau A1)
-Rumänisch (rudimentäres Niveau A1)
-Französisch (Schulfranzösisch, ich würde mir da jetzt überhaupt kein Niveau attestieren, der Vollständigkeit halber zähle ich aber dazu. Immerhin hatte ich fast zwei Jahre Unterricht 😉 )
-Armenisch (im Selbststudium, mit Buch – also ebenfalls kein Niveau, ich übe noch die Schrift)
-Bulgarisch (dieses Semester neu, das Ziel ist Niveau A2, glaube ich)

Diese Liste sieht zunächst ja sehr eindrucksvoll aus (ich hatte euch vorgewarnt 😉 ). Zu Deutsch, Englisch und Französisch muss ich nichts mehr erklären, denke ich. Aber wo kommt der ganze Rest her?

Ich studiere Südslawistik im Hauptfach und Südosteuropastudien im Nebenfach. Von der Südslawistik her muss ich schon zwei bzw. drei Sprachen lernen: vier Semester Serbisch/Kroatisch (so heißt der Kurs) und zwei Semester Russisch. Bei Serbisch/Kroatisch überlegt man laut meiner Dozentin allerdings, den Kurs in BKS oder sogar BKSM umzubenennen. Das B steht für Bosnisch, das M für Montenegrinisch. Ich denke mal, früher hieß dieser Sprachkurs einfach Serbokroatisch, aber diese Sprache gibt es ja nicht mehr. Ich sage der Einfachheit immer Kroatisch – erstens habe ich keine Lust, da nachzuzählen, und zweitens ist es im Prinzip auch eher Kroatisch-Unterricht, weil unsere Dozentin Kroatin ist.
Ich habe mein Uni-Pensum für Serbisch/Kroatisch und für Russisch mittlerweile erfüllt, das heißt, ich habe in diesen Sprachen keinen Unterricht mehr.

Da ich in der Schule Latein von der siebten bis zur zwölften Klasse hatte und man für ein Slawistik-Studium leider kein Latinum, sondern zwei moderne Fremdsprachen braucht, musste ich mir da auch noch was überlegen. Es darf natürlich keine Sprache sein, die man in seinem Studienfach lernt, das wäre ja zu einfach. 😉
Ich hätte jetzt einfach einen Französisch-Kurs besuchen können, aber hey: ich bin an der Uni, da gibt es dutzende Sprachkurse. Und dann schaut man sich nach etwas Exotischerem um 😉
So kam ich zu Italienisch. Ich mache das als ASQ (Allgemeine Schlüsselqualifikation), das ist etwas, dass eigentlich alle Bachelor-Studenten machen müssen (zumindest die mit zwei Fächern). ASQ heißt, der Kurs wird nicht bewertet, du kannst dir aus einem Kurskatalog aussuchen, was du machen möchtest, aber du musst es eben machen. Sozusagen Wahlpflicht. Italienisch stand zum Glück drin.

Von den Südosteuropastudien her muss ich eine Sprache lernen. Das war zunächst Rumänisch. Ich habe sehr lange mit dieser Sprache rumgeeiert, es schließlich mit Müh und Not auf das Grundkurs-Niveau und ne 4,0 geschafft. Bei den Südosteuropastudien ist das so: man muss zwanzig Punkte in einer Sprache machen. Leider muss das EINE Sprache sein. Ich gebe das Rumänische leider zunächst erst mal auf, und mache meine zwanzig Punkte nun in Bulgarisch. Das fällt mir leichter, weil ich ja schon Kroatisch und Russisch gelernt habe. Außerdem hat es mich sowieso geärgert, dass ich drei Jahre lang Südslawistik studiert habe und von Bulgarisch, was ja auch eine südslawische Sprache ist, eigentlich nichts mitgekriegt habe. Rumänisch kann ich mir ohne Note im Zeugnis eintragen lassen – auch gut, auf die 4,0 bin ich sowieso nicht stolz.

Nebenher versuche ich natürlich immer noch, Armenisch zu lernen. Das Problem ist immer noch das gleiche: ich hab zu viele andere Sprachen nebenher, um mich darauf konzentrieren zu können. Außerdem habe ich keinen Lernpartner, nur das Buch. Und in Jena keinen Kurs an der Uni. Deshalb muss sich Armenisch leider immer noch hinten anstellen. Ich hoffe natürlich darauf dass sich das noch ändert.

Meine Uni-Kurse werde ich im Sommersemester abschließen und dann der Slawistik vermutlich ade sagen. Mal schauen. 😉 (Ich finde es nämlich irgendwie schade, dass das mit den Sprachkursen dann aufhören soll…)

So, jetzt wisst ihr, wie meine eindrucksvolle Liste zustande kommt. Ich bin nämlich durchaus kein Sprachgenie, auch wenn mir das manchmal attestiert wird.

Au revoir, Studentenwohnheim

Na ja, eigentlich nicht au revoir; denn ich will das Wohnheim eigentlich nicht wieder sehen 😀

Auf meinem Blog ist es unter anderem so still, weil ich gerade umziehe. Diese Gelegenheit möchte ich mal nutzen, um den vielen Menschen zu danken, die sich jahrelang alle erdenkliche Mühe gaben, mir meinen Aufenthalt hier so kurzweilig wie möglich zu gestalten.

An das Mädel unter mir, dass sich beschwert hat, ich würde zu laut lachen:
A) zieh nicht in das Wohnheim, denn dort sind die Wände dünn
B) wenn doch, dann stell dir bitte kein IKEA-Stockbett ins Zimmer, das dafür sorgt, dass du dich ungefähr 50 Zentimeter unter mir befindest.

An das Mädel mit der nervigen Lache (ironischerweise vermutlich die selbe Person wie das IKEA-Girl):
Tu deiner Umwelt einen Gefallen: hör auf zu lachen (besonders um zwei Uhr nachts unter der Woche) und schau dir nur noch traurige Filme auf arte an.

An das dumme Kind, das mir im Winter „Fack you“ in den Schnee auf meinem Auto geschrieben hat:
Fack you!

An das andere dumme Kind (ich hoffe einfach mal, dass es ein dummes Kind war), das mir meinen Seitenspiegel raus gerissen hat:
Ich werde dich finden. Und dann…

An die Frau im blauen Skoda, die mein Auto gerammt hat, weil sie nicht um Kurven fahren kann:
Gib am besten deinen Führerschein ab!

An den Helden in der Stadtverwaltung Jena, der sich ausgedacht hat, durch die Hügelstraße eine LKW-Umleitung zu führen und hier überall Parkverbotsschilder aufzustellen:
Du möchtest gerne massakriert werden, oder?

An den jungen Mann, der an meine Tür klopfte und von mir forderte, mein Freund solle sein Auto wegfahren:
Ich hab im ersten Moment zwar nicht gerafft, was du für ein Problem hattest, aber danke für die Warnung vor dem Abschleppdienst (auch hier geht es um die Parkverbotsschilder).

An den Kerl von gegenüber, der immer seine Wäsche zum Trocknen in den Flur stellt:
A) Benutz weniger Waschmittel! Der ganze Flur stinkt danach.
B) Bitte trockne deine Unterwäsche in deiner Wohnung.
C) Ich finde es echt widerlich, dass du deinen Müll AUCH zwei Wochen lang in den Flur stellst, bevor du ihn runterbringst.

An meine ehemalige Mitbewohnerin (eigentlich verdient sie einen eigenen Post):
A) Bitte sammle keinen Müll mehr vom Sperrmüll, um dich in WGs einzubringen
B) Bitte sei beim Sex in Zukunft etwas leiser. Und ja: ich wusste auch vorher schon, dass dein Freund Felix heißt.

An den Hausmeister, der behauptet hat, mein Freund würde bei mir wohnen (es stellte sich heraus, dass er dachte, mein Freund hätte seine Turnschuhe vor meine Wohnungstür gelegt und er sah ihn sehr oft. Das nahm er als Indiz dafür, dass er bei mir wohnt. Die Turnschuhe lagen übrigens ein Stockwerk unter meiner Wohnung. Und mein Freund würde niemals seine Schuhe in den Flur stellen. Außerdem hat er eine eigene Wohnung. Den fiesen Brief von der Sachbearbeiterin mit der Bitte zur Stellungnahme hab ich trotzdem bekommen.)
A) Bitte schaffen sie sich ein Leben an.
B) Ich glaube, es ist nicht nötig, im Winter um fünf Uhr morgens schon Schnee zu schippen(besonders weil die Fenster hier so schlecht gedämmt sind, dass ich immer denke, sie schippen den Schnee neben meinem Bett.)
C) Ich glaube, es ist noch weniger nötig, morgens um Punkt sieben anzufangen, den Rasen zu mähen.

Und zu guter letzt an den Typen, der jeden Morgen um sieben das ganze Wohnheim aufweckt, weil er die „Fluch der Karibik“-Melodie spielt:
A) Hau nicht so in die Tasten (das arme Klavier!)
B) Spiel mal etwas konzentrierter: du machst viele Fehler.
C) Such dir mal ein neues Lied. Bitte.

Das Fazit, was ich aus drei Jahren Studentenwohnheim ziehen kann: im Wohnheim bezahlt man zwar weniger Miete, gibt aber seine Privatsphäre auf (unter anderem wird mir in meinem Mietvertrag untersagt, pro Semester länger als 14 Tage jemanden bei mir übernachten zu lassen. Das KANN nicht rechtsgültig sein.). Und ja, das Fenster in meinem Zimmer war wirklich ungedämmt. Außerdem liegt das Wohnheim gegenüber des ICE-Bahnhofs : /
WGs sind doof und ich bin froh, dass ich endlich hier raus komme *smile*

So, genug gemeckert. Ich hoffe, ihr fandet es witzig. Der nächste Beitrag wird wieder etwas freundlicher 😉

Grünes Jena ;)

Hallo Leute,

heute mal ein paar Bilder aus dem Paradiespark. Sie sind entstanden, als ich mal wieder mit meinem Freund im Paradiespark spazieren war… der liegt praktisch bei mir um die Ecke… 😉

Ich bin echt froh, wenn es im Pradiespark wieder so ausschaut und nicht mehr so oÔ
(Jaah, dieser Bach führte letztens direkt über den Weg, in die Saale hinein. Der Weg auf dem Foto befindet sich übrigens rechts neben dem Brunnen auf dem Bild in diesem Post. )

Als ich die Bilder vom Hochwasser gepostet habe, war ich nicht darauf vorbereitet, dass das die Leute so interessiert.
Ich hatte an einem Tag über 550 Klicks – und zwar nicht wie sonst aus Russland, weil sich wieder jemand wegen des Namens hierher verirrt hat (Leute – das ist serbisch 😉 ), sondern von Suchmaschinen, und offenbar wurden einige meiner Tweets auf irgendwelchen Social Media-Streams bei telekom.de und rtl.de „verbreitet“.
Ist DAS jetzt Katastrophentourismus? Und bin ich Katastrophentourist? ^^ Übrigens finde ich nicht, dass man in Jena davon reden kann. Die Leute in Wöllnitz, die Industrie in Göschwitz und einige Schrebergartenbesitzer haben einen Schaden erlitten, das ist wahr. Aber in Anbetracht dessen, was im Rest des Landes gerade abgeht, wurde Jena weitestgehend verschont und dass sich die Leute massenweise auf die Paradiesbrücke gestellt haben, um zu sehen, ob der Pegel steigt, kann ich vollkommen verstehen. Sowas kommt hier nicht sooo oft vor.
Im Gegensatz dazu haben die RTL-Reporter wirklich Katastrophentourismus(doofes Wort) betrieben…

Zum Abschluss noch ein schönes Bild vom Paradiespark:

Bella Italia Pt. 3

Hallo liebe Leser,

heute kommt der zwei Teil der Bilder von Capri. Schreibt mir doch, wenn sie euch gefallen.
Im nächsten Post kommen die letzten Bilder aus Italien 😉

In Jena sinkt das Hochwasser mittlerweile wieder – die Bleilochtalsperre wurde, wie es zwischenzeitlich geplant war, nicht geöffnet, und das Wasser ist auch nicht gestiegen. In Jena ist die Situation natürlich nicht so schlimm wie etwas weiter östlich in Greiz oder in Passau. Deswegen war es auch etwas lächerlich, dass sich einige Wiwi-Studenten der FSU Jena öffentlich erkundigt haben, ob denn die Uni ausfällt. (Das wurde von deren Fachschaftsrat entsprechend belächelt.) Bei uns kam man immer noch über den Fluss – auch wenn die Unterführung der Straßenbahn überschwemmt war und dieselbe nicht mehr fuhr. Liebe Freunde, in Jena fielen die Schule und der Kindergarten aus – wie der FSR Wiwi völlig richtig zu bedenken gab: wollt ihr wie Kindergartenkinder und Grundschüler behandelt werden?
Bei den Wirtschaftswissenschaften gibt es zwar keine Anwesenheitspflicht, bei mir im Fach dafür aber sehr wohl. Bei mir gings gestern ganz normal weiter mit Russisch, Kroatisch und danach Arbeiten – meine Chefin hätte mir was erzählt, wenn ich gestern blau gemacht hätte 😉
Wir sind alle selbst verantwortlich für unser Studium und ein ganzer Haufen Wirtschaftswissenschafts-Studenten klang für mich nach kleinen Kindern, die nicht in die Schule wollen… Daumen hoch! Mit der Einstellung wird das bestimmt was mit dem Studium! 😉
(Ich würde das Ganze ja gerne verlinken, aber unglücklicherweise spielte sich das Gespräch, bei dem der FSR ziemlich fertig gemacht wurde, in einer geschlossenen Facebook-Gruppe ab :> )

Ich hoffe natürlich, dass alle das Hochwasser gut überstehen und dass meine anderen Bilder aus Capri noch ein bisschen Ablenkung bringen können.

Wir waren auch in einer blauen Grotte – es gibt nämlich mehrere auf Capri 😉

Hochwasser Jena 2.6.2013

Hallöchen,

mittlerweile ist das Wasser in Jena noch gestiegen und mehrere Hauptverkehrsstraßen sind gesperrt worden (unter anderem einseitig die sieben Kilometer lange Stadtrodaer Straße, die wie ein Nadelöhr das eine Ende der Stadt mit der Stadtmitte verbindet).

Die Straßenbahn kann nicht mehr in die Innenstadt fahren; auf der Paradiesbrücke ist Schluss.

Ich hoffe nur, dass sich die Lage über Nacht entspannt – immerhin hab ich morgen früh Russisch und würde gerne noch den Fluß überqueren können um zum Unterricht zu kommen 😉

Die Unterführung der Straßenbahn ist überflutet…
Die Kreuzung Fischergasse ist überflutet und teilweise gesperrt.

Im Paradiespark wird das Spazieren gehen ein bisschen schwierig… 
Das Stadion und das komplette Sportforum sind überflutet
Ich bin richtig froh, dass ich in Jena keinen Schrebergarten besitze 😉

Hier gehn wir eigentlich immer spazieren >-<