Social Media-Vokabular im Kroatischen und Italienischen

Dieser Post steht schon ganz lange in den Startlöchern. Ich habe bis jetzt leider immer noch nicht meine Notizen aus dem Italienisch-Unterricht dazu gefunden, deswegen kommt er erst jetzt. Ja ja, ich weiß, schlechte Ausreden und so… have fun 😉

Vor einigen Wochen haben wir in Kroatisch Social Media durchgenommen. Dazu hat unsere Dozentin uns einen lustigen Text geschrieben. Warum lustig? Weil man erst beim Lesen merkt, was die ‚komischen‘ Verben heißen sollen 🙂
Ihr müsst dazu kein Kroatisch können; Kroatisch liest man wie es geschrieben wird. Einfach mal laut vorlesen und erst dann nach unten weiter scrollen 😉

č = tsch
š = sch
ć = tch
ž = sh

Fejsanje me ponekad opušta

Jučer sam sjedila za kompom i bila sam na feijsu. Fejsanje me ponekad opušta. Nakon toga sam surfala i guglala po netu. Uguglala sam pojam „Rudi i Bobi – Maixner“ jer nisam znala tko su oni. Izguglala sam da je Maixner bio komičar iz Zagreba s početka stoljeća i da je izdavao zbirke videva o Bobiju i Rudiju. Onda sam malo četala s bratom, pa sam skajpala s mamom. Stavila sam i nekoliko novih slika na fejs i tagirala ih, Majine slike sam lajkala, jer su mi se sviđale. Linkala sam i stranicu o Baltazaru na svoj zid. I na kraju krajeva i sve u svemu sam tako malo skrolala gore i dolje po mo zidu na fejsu. Rekla sam vam već, fejsanje me ponekad opušta.

feisanje – „facebooken“ (das kann man nicht so gut übersetzen)
feijs – Facebook
surfati – surfen
guglati – googeln
uguglati – etwas bei Google eingeben
izguglati – etwas über Google herausfinden, wörtlich „herausgoogeln“
četati – chatten
skajpati – skypen
staviti slika na fejs – Bild bei Facebook online stellen
tagirala – taggen, verlinken (Leute auf Bildern markieren)
lajkati – liken
linkati – verlinken
skrolati – scrollen

Auch im Italienisch-Unterricht haben wir uns mal Social Media angeschaut(in Russisch nicht, da haben wir zum Arbeiten dieses tolle Schulbuch, Privjet, da steht sowas nicht drin – pöh).

il mouse – die Maus

la rete – das Netz (Web)

il sito internet – die Website

cliccare – klicken

i commenti – die Kommentare

le etichette – Tags (Etiketten)

Post più vecchio – Älterer Post

Post più recente – Neuerer Post

„Mi piace“ – Gefällt mir

il messaggio – die Nachricht

chattare – chatten (das „chat“ wird wie im Deutschen englisch ausgesprochen)

taggare – taggen (das „tag“ wird englisch ausgesprochen, aus orthographischen Gründen schreibt man das Wort mit zwei g)

Wenn man Buttons bei sozialen Medien hat, sind diese im Imperativ, nicht wie auf Deutsch(Infinitiv)

Rispondi – Antworten

Pubblica – Veröffentlichen

Esci – Abbrechen („Hinausgehen“)

Unisciti a questo sito – Dieser Seite folgen

Accedi – Anmelden

Condividi – Teilen

Crea album – Album erstellen

Commenta – Kommentieren

Beim deutschen Facebook steht in dem Feld, in dem man den Status eingibt: Was machst du gerade?

Beim italienischen Facebook steht dort: A cosa stai pensando?, also etwa: Woran denkst du gerade?

Welche Vokabeln würden euch noch interessieren? Kennt ihr noch andere Social Media-Ausdrücke in diesen Sprachen?

Kaffeeklatsch mit Bela – Vol. 6

Hallo liebe Leser,

ich denke nach den Semesterferien (eigentlich gehen die ja bis Mitte Oktober, aber ich hatte eh keine…) kann ich auch meine Kategorie Kaffeeklatsch mit Bela aus der Mottenkiste holen. 🙂

Der Titel passt jetzt noch besser, denn ich habe aufgehört im Einzelhandel zu arbeiten und lasse meine billige Arbeitskraft jetzt einem Coffeeshop hier in Jena zugute kommen 😉 Falls ihr mal in das Black Bean am Holzmarkt kommt, schaut doch ob ich da bin!

Außerdem absolviere ich dieses Semester mein Praktikum in der Bildungslücke Jena e.V., einer ehrenamtlich agierenden Stelle für Nachhilfe, Kurse etc. Ich werde dort Russisch-Nachhilfe geben und meine Idee für Reisesprachkurse in den Sprachen Italienisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und Bulgarisch kam auch sehr gut an. Falls ihr aus Jena kommt und euch das interessiert: Macht mit! Wird alles kostenlos, da ehrenamtlich 🙂

Nun noch zwei Schmankerl – mit dem Sammeln fange ich gerade erst wieder an 😉

Was dein bedauernswertes Szene-Tattoo über dich aussagt – falls ihr das schon immer wissen wolltet. 😀

So sieht im Moment das Haustürschloss unseres Mietshauses aus:

Ich würde sagen, es ist an der Zeit, dass der Vermieter sich mal um ein neues Schloss kümmert…

Was habt ihr in den Semesterferien getrieben – falls ihr welche hattet? 

Liebe Grüße! ❤

Kornblumenblauer Freitag :)

Unter der Lampe



Nel blu, dipinto di blu…*sing*

Wie passend, dass wir heute ausgerechnet dieses Lied im Italienisch-Unterricht gehört haben, denn schließlich ist heute Blue Friday bei Hungry Nails 😉

Der Lack, den ich heute vorstelle, ist schon etwas älter. Die Farbe nennt sich Bleu Lagon aus so einer Art „Erde- und Elemente-Kollektion“, die es vor einigen Jahren mal bei agnes b. gab. Das waren vier Lacke mit Cremefinish in den Grundfarben, den grünen Vert Cactus besitze ich ebenfalls(hier findet ihr mit ein bisschen Scrollen ein Tragebild von Vert Cactus. Seid ein bisschen nachsichtig, ich arbeite schon an besseren Tragebildern und farblich ausdifferenzierten Sammelposts 😉

In se Tageslicht(das trifft eher zu von der Farbe her zu)

Ich war diese Woche ein wenig faul(Oh nein! Schande über meine Kuh!) und trage keinen Überlack. So lässt sich optimal erkennen, dass Bleu Lagon kleine Bläschen wirft 🙂

Bleu Lagon rühmt sich damit, in 40 Sekunden zu trocknen. Auf dieses Versprechen habe ich nicht vertraut, war mir auch egal, mir ging es um die coole Farbe 😉

Ich trage zwei dünne Lagen, die Bilder unter der Lampe sind nach einem Tag Tragezeit ohne Überlack aufgenommen. Ihr könnt leichte Tipwear erahnen, ebenso wie ein klitzekleines bisschen abgebröckelte Farbe an meinem Ringfinger. Dafür, dass ich vor den Lampen-Bildern meine Haare gewaschen habe, durchaus annehmbar.

Unter der Lampe

Aus meinem oben verlinkten Sammelpost ist übrigens dieses alte Tragebild von Bleu Lagon, auf dem die Farbe ein WENIG leuchtender aussieht, als sie in Wirklichkeit ist:

Eigentlich ist Bleu Lagon ja ein klassisches Kornblumenblau, auch wenn man das nicht so ganz sieht.

Und was macht Susi? Sie hüpft um mich herum und kräht: „Nel möp, dipinto di möp…“ Das Lied heißt ja Volare und davon kann Susi auch ein Lied singen, schließlich ist sie ein Pinguin 😉

NACHTRAG 23.3.2014:

Ich hatte Tipwear und habe das Ganze nochmal ein wenig aufgehübscht mit sparkling princess von Rival de Loop Young. Das ist das erste Mal, dass ich sowas ausprobiert habe, und das Ergebnis sieht noch ein bisschen wülstig aus, aber es gefällt mir 😉

Bulgarisch – ein kleines Fazit

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/05/Bulgaria_in_European_Union.svg/561px-Bulgaria_in_European_Union.svg.png 15.11.2013, 16:10 Uhr

Da ich ja jetzt schon seit einigen Wochen Bulgarisch mache, möchte ich mal ein kleines Fazit ziehen und die Sprache mit den anderen slawischen Sprachen vergleichen, die ich gelernt habe.

Zunächst mal eine kleine Klarstellung für die Slawistik-Laien: Bulgarisch ist eine südslawische Sprache. Unter den südslawischen Sprachen kann man auch noch so weit gehen und Bulgarisch als südostslawische Sprache bezeichnen, wozu übrigens auch noch das Makedonische zählt (by se way: warum schreibe ich maKedonisch und nicht maZedonisch? Auch darüber gibt es verschiedene Lehrmeinungen. Ich denke, dass das Wort Makedonija aus dem Griechischen kommt, deshalb spreche ich ein K aus. Und außerdem heißt es auf makedonisch auch makedonski. ).

Erfreulicherweise hat sich die Kasusbildung im Bulgarischen zurückgebildet und deswegen müssen wir heute nur noch vereinzelt unterschiedliche Formen von Nomen und Fragewörtern lernen – anders als im Russischen, wo es sechs, oder im Kroatischen, wo es sechseinhalb Fälle gibt(andererseits, nach drei Jahren Slawistikstudium hab sogar ich allmählich die Fälle gelernt). Nein, wir Bulgarisch-Studenten lernen nur noch Singular und Plural 🙂

Außerdem gibt es im Bulgarischen eine Besonderheit unter den slawischen Sprachen: der angehängte bestimmte Artikel. In Südosteuropa gibt es das noch bei Rumänisch, Albanisch und Türkisch(die vier Sprachen sind alle nicht direkt miteinander verwandt) und das war der Anlass für eine wunderschöne, hoch interessante Theorie, den Balkansprachbund. Weil ich das nicht kurz erklären kann, möchte ich euch bitten, bei Interesse hier weiter zu lesen. (Auch das mit den fehlenden Kasi gehört zu den Besonderheiten des Balkanssprachbunds. )

Eine weitere Besonderheit ist der Wegfall des Infinitivs. Auch das hat mit dem Balkansprachbund zu tun. Im Kroatischen zum Beispiel habe ich Infinitive. Nehmen wir das deutsche Wort lernen. Auf Kroatisch heißt das in der Infinitivform učiti. Učim, učiš, uči, učimo, učite, uče. Auf Bulgarisch geht es so ähnlich, nur dass es keinen Infinitiv gibt. Im Wörterbuch steht die erste Person Singular.

Lexikologisch gesehen gibt es viele Turzismen(z.Bsp: kilim – Teppich), und wenn ich Bulgarisch mit Kroatisch und Russisch vergleiche, stelle ich fest, dass es einige Worte gibt, die mit dem Kroatischen übereinstimmen, andere stimmen jedoch mit dem Russischen überein oder sind diesem näher.

Bulgarisch wird übrigens (und das eigentlich ausschließlich, nicht wie Serbisch in Serbien halb-halb) mit einem kyrillischen Alphabet geschrieben, das dem russischen näher ist. Außerdem gibt es einen Buchstaben, der anders ausgesprochen wird als im Russischen: das щ. Im Russischen dient es ja immer zur Veranschaulichung, dass man im Deutschen einen russischen Buchstaben mit sieben deutschen (lateinischen) Buchstaben transkribieren muss. Im Bulgarischen spricht man den Buchstaben scht aus, braucht also nur vier 😉 Wobei es allerdings einen Unterschied zwischen wissenschaftlicher Tranliteration und Transkription gibt: die wissenschaftliche Transliteration versucht nicht, Laute mit den Buchstaben einer anderen Sprache zu imitieren. Deswegen schreibt man als Wissenschaftler nicht Chruschtschow, sondern Hruščov. (Hättet ihr das noch lesen können? 🙂 )

Bevor ich meine Leser vollständig vergraule, möchte ich das mal abschließen. Ich hoffe, euch hat mein kleiner Exkurs in die bulgarische Sprache gefallen 😉

Semesteranfang

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b7/Serbian_writing_style
_around_1900%2C_now_partially_incorrect.png/705px-Serbian_writing_style_around_1900%2C_now_partially_incorrect.png

Juhu, es ist so weit – ich habe endlich wieder Internet, das heißt ich kann euch endlich wieder interessante Dinge aus meinem Leben erzählen! *smile*

Einige meiner Leser interessieren sich auch dafür, welche Sprachen ich so in meiner Unilaufbahn erlerne. Da sind mittlerweile einige dazugekommen, die Liste hört sich sehr eindrucksvoll an und ist es eigentlich gar nicht.

Ich bin bei:

-Deutsch (als Muttersprachler)
-Englisch (5.-13.Schulklasse)
-Serbisch/Kroatisch (Niveau B2)
-Russisch (Niveau A2)
-Italienisch (bis jetzt Niveau A1)
-Rumänisch (rudimentäres Niveau A1)
-Französisch (Schulfranzösisch, ich würde mir da jetzt überhaupt kein Niveau attestieren, der Vollständigkeit halber zähle ich aber dazu. Immerhin hatte ich fast zwei Jahre Unterricht 😉 )
-Armenisch (im Selbststudium, mit Buch – also ebenfalls kein Niveau, ich übe noch die Schrift)
-Bulgarisch (dieses Semester neu, das Ziel ist Niveau A2, glaube ich)

Diese Liste sieht zunächst ja sehr eindrucksvoll aus (ich hatte euch vorgewarnt 😉 ). Zu Deutsch, Englisch und Französisch muss ich nichts mehr erklären, denke ich. Aber wo kommt der ganze Rest her?

Ich studiere Südslawistik im Hauptfach und Südosteuropastudien im Nebenfach. Von der Südslawistik her muss ich schon zwei bzw. drei Sprachen lernen: vier Semester Serbisch/Kroatisch (so heißt der Kurs) und zwei Semester Russisch. Bei Serbisch/Kroatisch überlegt man laut meiner Dozentin allerdings, den Kurs in BKS oder sogar BKSM umzubenennen. Das B steht für Bosnisch, das M für Montenegrinisch. Ich denke mal, früher hieß dieser Sprachkurs einfach Serbokroatisch, aber diese Sprache gibt es ja nicht mehr. Ich sage der Einfachheit immer Kroatisch – erstens habe ich keine Lust, da nachzuzählen, und zweitens ist es im Prinzip auch eher Kroatisch-Unterricht, weil unsere Dozentin Kroatin ist.
Ich habe mein Uni-Pensum für Serbisch/Kroatisch und für Russisch mittlerweile erfüllt, das heißt, ich habe in diesen Sprachen keinen Unterricht mehr.

Da ich in der Schule Latein von der siebten bis zur zwölften Klasse hatte und man für ein Slawistik-Studium leider kein Latinum, sondern zwei moderne Fremdsprachen braucht, musste ich mir da auch noch was überlegen. Es darf natürlich keine Sprache sein, die man in seinem Studienfach lernt, das wäre ja zu einfach. 😉
Ich hätte jetzt einfach einen Französisch-Kurs besuchen können, aber hey: ich bin an der Uni, da gibt es dutzende Sprachkurse. Und dann schaut man sich nach etwas Exotischerem um 😉
So kam ich zu Italienisch. Ich mache das als ASQ (Allgemeine Schlüsselqualifikation), das ist etwas, dass eigentlich alle Bachelor-Studenten machen müssen (zumindest die mit zwei Fächern). ASQ heißt, der Kurs wird nicht bewertet, du kannst dir aus einem Kurskatalog aussuchen, was du machen möchtest, aber du musst es eben machen. Sozusagen Wahlpflicht. Italienisch stand zum Glück drin.

Von den Südosteuropastudien her muss ich eine Sprache lernen. Das war zunächst Rumänisch. Ich habe sehr lange mit dieser Sprache rumgeeiert, es schließlich mit Müh und Not auf das Grundkurs-Niveau und ne 4,0 geschafft. Bei den Südosteuropastudien ist das so: man muss zwanzig Punkte in einer Sprache machen. Leider muss das EINE Sprache sein. Ich gebe das Rumänische leider zunächst erst mal auf, und mache meine zwanzig Punkte nun in Bulgarisch. Das fällt mir leichter, weil ich ja schon Kroatisch und Russisch gelernt habe. Außerdem hat es mich sowieso geärgert, dass ich drei Jahre lang Südslawistik studiert habe und von Bulgarisch, was ja auch eine südslawische Sprache ist, eigentlich nichts mitgekriegt habe. Rumänisch kann ich mir ohne Note im Zeugnis eintragen lassen – auch gut, auf die 4,0 bin ich sowieso nicht stolz.

Nebenher versuche ich natürlich immer noch, Armenisch zu lernen. Das Problem ist immer noch das gleiche: ich hab zu viele andere Sprachen nebenher, um mich darauf konzentrieren zu können. Außerdem habe ich keinen Lernpartner, nur das Buch. Und in Jena keinen Kurs an der Uni. Deshalb muss sich Armenisch leider immer noch hinten anstellen. Ich hoffe natürlich darauf dass sich das noch ändert.

Meine Uni-Kurse werde ich im Sommersemester abschließen und dann der Slawistik vermutlich ade sagen. Mal schauen. 😉 (Ich finde es nämlich irgendwie schade, dass das mit den Sprachkursen dann aufhören soll…)

So, jetzt wisst ihr, wie meine eindrucksvolle Liste zustande kommt. Ich bin nämlich durchaus kein Sprachgenie, auch wenn mir das manchmal attestiert wird.

"Was treibt die eigentlich??"

, werdet ihr euch (hoffentlich) fragen 🙂

Im Moment bin ich leider nicht so mitteilsam, ich muss nämlich umziehen und eine Hausarbeit schreiben.

Ich bekomme aber viele Inspirationen! Unter anderem dürft ihr euch im Herbst freuen auf:

– eine Postreihe über schöne Farbkombinationen, zum Beispiel Blau und Weiß oder Blau und Türkis

Kiko Quick Dry Cobalt Blue mit Essie blanc

– einen Artikel über Social Media-Verben im Kroatischen und Italienischen, der schon ganz lange in den Startlöchern auf seinen Auftritt wartet (warum ausgerechnet diese beiden Sprachen? Das werde ich euch selbstverständlich im Artikel erklären – seid gespannt 😉 )

– einige getestete Rezepte, die ich weitergeben möchte (und natürlich will ich mit Bildern von gelungenen Gebäckstücken angeben)

– ein MSTing über einen interessanten Artikel in der Men’s Health (ich wiederhole: seid gespannt *geheimnisvoll lächel*

– einen Artikel über meinen Header (jap, diese komischen Bäume da oben)

– warum Gutscheine nur drei Jahre gültig sind

– Blicke auf Studenten (aus der Sicht eines Studenten)

… und natürlich noch vieles mehr, je nachdem was mir so übern Weg läuft oder kriecht 😉

Ivan Generalić

Ich durfte letztens im Kroatisch-Unterricht einen kroatischen Künstler der naivna umetnost, also der naiven Kunst vorstellen.

Diese Kunstrichtung aus dem 20. Jahrhundert ist leider im deutschen Sprachraum relativ unbekannt. Viele Künstler der naiven Richtung waren Autodidakten(komischer Plural), die das Malen und Zeichnen nicht an irgendeiner akademischen Einrichtung lernten. Naive Kunst zeichnet sich dadurch aus, dass es zum Beispiel auf dem Boden keine Schatten gibt (natürlich nicht immer, aber das ist eines der wichtigen Erkennungsmerkmale).

Ivan Generalić

Einer der bekanntesten Maler der naiven Kunst war der Kroate Ivan Generalić. Er hat viele seiner Bilder als Hinterglasmalerei angefertigt. Ich finde es besonders wichtig das zu erwähnen, denn bei der Hinterglasmalerei muss man ja zuerst das malen, was ganz vorne sein soll, und so weiter, also genau umgekehrt wie bei einem normalen Bild. Ich denke zum Beispiel, bei dem Bild unten (Öl auf Glas)hat Ivan Generalić zuerst den Reiher gemalt, dann die schwarze Fläche im Vordergrund mit dem Baum und so weiter. Auch seine Signatur muss er ja dann logischerweise zuerst gemalt haben. Das Bild heißt übrigens poplava, das heißt auf deutsch „Hochwasser“.

poplava, 1960, Öl auf Glas

Ivan Generalić wurde in einer armen Bauernfamilie geboren und besuchte nur 5 Jahre die Schule. Er besuchte keine Universität, besaß also keine akademische Bildung. Im Alter von 15 Jahren traf er auf den Maler Krsta Hegedušić. Er unterstützte Generalić und dieser durfte im Alter von 16 Jahren an seiner ersten Austellung zusammen mit anderen naiven Malern teilnehmen. 1938 durfte Ivan Generalić seine erste Einzelausstellung ausrichten. Später gründete er in Hlebine, wo er herstammte, die hlebinska škola. 1952 wurde in Zagreb die seljačka umjetnička galerija gegründet (ich würde das mit „Galerie der bäuerlichen Kunst“ übersetzen), die später umbenannt wurde in hrvatski muzej naivne umetnosti und zum großen Teil auf Werken von Generalić basiert. 1958 nahm Generalić an der europäischen Ausstellung 50 ans d’art moderne teil, was eine große Ehre war. 1992 starb Ivan Generalić in Koprivnica. Im Laufe seiner Karriere als Maler gab es über 70 Einzelausstellungen von ihm.

jelen u šumi (Hirsch im Wald), 1956, Farbe auf Papier

Sein Landschaftsdarstellungen sind detailreich und perfektionistisch gemalt – das Bild oben ist auch irgendwie eines, auf dem man seine Augen ruhen lassen kann. Wie man bei jelen u šumi gut erkennen kann, haben die dargestellten Figuren zwar Schattierungen, um Tiefe zu erzeugen, aber sie werfen auf dem Boden keine Schatten. Wenn ich solche Bilder sehe, muss ich an manche Kinderbücher meiner Kindheit denken (die, die ich schön fand). Genau das gibt es auch von Ivan Generalić: er hat unter anderem Gedichtbände illustriert.

Was haltet ihr von naivna umetnost? Habt ihr schon mal was davon gehört?

Quellen:
http://hr.wikipedia.org/wiki/Ivan_Generali%C4%87
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/hr/thumb/4/49/Ivan_Generali%C4%87_fotografija.jpg/220px-Ivan_Generali%C4%87_fotografija.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/hr/8/8a/Ivan_Generali%C4%87_Poplava.jpg
https://penguinlacquerhome.files.wordpress.com/2013/07/53e7f-deerintheforest1956.jpg

Was lese ich gerade?

Heute möchte ich euch einige Bücher vorstellen, die ich gerade lese. Ich lackiere nämlich nicht nur meine Fingernägel, ich lese auch gerne, und das hab ich hier auf dem Blog in letzter Zeit ein bisschen vernachlässigt.

Das erste, was mir in letzter Zeit immer ins Auge fällt, wenn ich ans Lesen denke, ist der Roman Ein Held unserer Zeit(Geroj našego vremeni) von Mihail Lermontov. Dieses Buch behandeln wir – wie kann es anders sein – im gleichnamigen Seminar in der russischen Literaturwissenschaft. Deshalb MUSS ich es lesen… ich wollte es trotzdem mal kurz vorstellen. Ich denke, dieser Roman des russischen Realismus ist nicht sehr bekannt (zumindest im deutschen Sprachraum).

Ich hab natürlich auch die deutsche Ausgabe, ich kann ja nicht so gut russisch… das Bild auf dem Buch zeigt übrigens Mihail Lermontov

Der Autor: Mihail Lermontov(1814-1841) war ein Verehrer von Puschkin (den wir bitte alle wenigstens als Wodka kennen, wenn nicht schon als DEN russischen Nationaldichter 😉 ). Er eiferte diesem in vielem nach, unter anderem auch beim Sterben: er starb nämlich wie sein großes Vorbild ziemlich jung bei einem Duell (tss, diese Jugend *kopfschüttel*). Vorher wurde er allerdings, wie viele andere in dieser Zeit, die der Regierung bzw. dem Zaren irgendwie unangenehm waren, in den Kaukasus verbannt. Warum? Naja, im Rest von Europa ging’s in dieser Zeit hoch her(Hambacher Fest, Demokratiebewegung, Aufstände in Frankreich etc.) und die Regierung hatte davor ein bisschen Angst und überhaupt, weit weit weg im wilden Kaukasus konnte ein böser Soldat einfach nicht mehr so viel anstellen.
Manche von den Verbannten waren auch noch Schriftsteller (tss) und worüber schreibt ein Schriftsteller meistens? Genau, meistens über die Dinge, die ihm so passieren, und über die Umgebung, in der er sich befindet. Deshalb spielt der einzige Roman von Mihail Lermontov auch im Kaukasus und der „Held“ ist (vermutlich, das erfährt man nicht so genau) ein Verbannter und kommt eigentlich aus St. Petersburg.
Dieser „Held“, der eigentlich ein Anti-Held ist und deshalb in Anführungsstrichen steht, ist ein Weiberheld und steckt eigentlich andauernd in Schwierigkeiten. Unabsichtlich und unbedacht zerstört er mehr oder weniger alle Gesellschaften, auf die er trifft.
Ich verrate euch natürlich nicht, wie es ausgeht 😉

Ein weiteres Buch, das ich gerade lese, ist Wesire und Konsuln von Ivo Andrić. Dieses Buch habe ich hier schon mal vorgestellt. Ich weiß, das ist schon ne Weile her, aber im Moment muss ich eben das obere Buch lesen 🙂

Und dann noch: die guten alten Buddenbrooks. In der Schule musste ich den Roman schon mal lesen, und was soll ich sagen: ich war nicht nur einer der wenigen aus unserem Deutsch-LK, die das Buch gelesen haben, nope: ich habs sogar zweimal gelesen. Ich find das Buch halt gut, immerhin hat Thomas Mann ein paar Jährchen später einen Literaturnobelpreis bekommen, und meistens finde ich die Nobelpreisübergaben gerechtfertigt (Barack Obama und die EU als Friedensnobelpreisträger nehmen wir davon mal aus… ich glaube, das Nobelpreiskomitee hat so langsam keine Ideen mehr, wem sie das Ding noch andrehen können). Ivo Andrić hat auch den Literaturnobelpreis bekommen – das war 1962.
Ich habe hier eine wunderschöne Ausgabe von 1956 mit blauem Buchrücken aus Leder, die meine Großtante jahrzehntelang in ihrem Schrank versteckt hat. So wie’s aussieht, hat sie das Buch nicht einmal aufgeschlagen, denn das Lesezeichen sieht immer noch so aus wie beim Verkauf. Ihr wisst schon, dann sind die Lesezeichen um die Seiten umgeschlagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Großtante das vor Jahrzehnten selbst gemacht hat und das Buch dann zurück in den Schrank stellte… 😉
Ja, und damit endlich mal jemand diese schöne alte Buddenbrooks-Ausgabe liest (ist ja fast schon ein Verbrechen), tue ich das jetzt. Alle meine Rebecca Gablé-Romane hab ich mal wieder durch und suche nach neuem Lesestoff… und da kommt es mir wie gerufen 😉

Bella Italia Pt. 2

Hallo liebe Leser, heute kommt Teil 2 meiner Fotoserie aus Italien.

Heute seht ihr die wunderschönen Fotos aus Capri 🙂

Ein Nebenprodukt dieser Studienfahrt war übrigens auch mein Wunsch, Italienisch zu lernen. Uni sei dank kann ich das nun tatsächlich tun, auch wenn sich Italienisch dieses Semester unglücklicherweise mit Russisch überschneidet (auf diese Sprache war ich nicht ganz so scharf, aber für Slawistik-Studenten ist das Pflicht). Ich pausiere also ein Semester und besuche im Wintersemester vorraussichtlich noch einmal den corso di base, um dranzubleiben.

Die Bilder aus Capri muss ich vermutlich zweiteilen, denn es gab dort viele schöne Fotomotive…. 😉

Das ist noch nicht Capri, sondern die Anlegestelle in Sorrent. Es war ein wunderschöner Morgen(ich hoffe, die Bilder bringen das rüber).

Da kommt die Sonne hinter dem Felsen hervor 🙂

Die nächsten Bilder haben, wie ich finde, Postkartenqualität 🙂

Der perfekte Ausblick 🙂

Ihr wollt mehr sehn? Schaut demnächst wieder vorbei, es geht weiter 😉

ganz schön viel los

Hallo liebe Leser,

in den nächsten paar Wochen kann es sein, dass es etwas weniger von mir zu hören gibt. Meine Semesterferien sind nämlich schon wieder vorbei (heul, heul), und ich besuche gleich zwei Vorkurse (wer hat sich diesen Mist mit den Vorkursen nur ausgedacht? >.< ), nämlich einen in Russisch und einen in Italienisch, die sich auch noch überschneiden. Gleichzeitig muss ich auch noch irgendwie arbeiten, und jap, genau wie ihr frage ich mich jetzt schon, wie das gehen soll 😉

Insbesondere in den nächsten paar Tagen habe ich von neun bis drei Kurs und muss dann bis um acht arbeiten… >.<

Deswegen denkt bitte nicht, ich würde mich nicht mehr um mein Blog kümmern, wenn ihr mal nichts von mir hört… 😉

(Wahrscheinlich poste ich trotzdem andauernd was, ich kanns einfach nicht lassen, meinen Senf zur Welt dazuzugeben :D)

Viele Grüße

PS: Das Bild zeigt übrigens eine zerbrochene Glasplatte in der Galeria Umberto I. in Neapel. 😉

bela devojka