Au revoir, Studentenwohnheim

Na ja, eigentlich nicht au revoir; denn ich will das Wohnheim eigentlich nicht wieder sehen 😀

Auf meinem Blog ist es unter anderem so still, weil ich gerade umziehe. Diese Gelegenheit möchte ich mal nutzen, um den vielen Menschen zu danken, die sich jahrelang alle erdenkliche Mühe gaben, mir meinen Aufenthalt hier so kurzweilig wie möglich zu gestalten.

An das Mädel unter mir, dass sich beschwert hat, ich würde zu laut lachen:
A) zieh nicht in das Wohnheim, denn dort sind die Wände dünn
B) wenn doch, dann stell dir bitte kein IKEA-Stockbett ins Zimmer, das dafür sorgt, dass du dich ungefähr 50 Zentimeter unter mir befindest.

An das Mädel mit der nervigen Lache (ironischerweise vermutlich die selbe Person wie das IKEA-Girl):
Tu deiner Umwelt einen Gefallen: hör auf zu lachen (besonders um zwei Uhr nachts unter der Woche) und schau dir nur noch traurige Filme auf arte an.

An das dumme Kind, das mir im Winter „Fack you“ in den Schnee auf meinem Auto geschrieben hat:
Fack you!

An das andere dumme Kind (ich hoffe einfach mal, dass es ein dummes Kind war), das mir meinen Seitenspiegel raus gerissen hat:
Ich werde dich finden. Und dann…

An die Frau im blauen Skoda, die mein Auto gerammt hat, weil sie nicht um Kurven fahren kann:
Gib am besten deinen Führerschein ab!

An den Helden in der Stadtverwaltung Jena, der sich ausgedacht hat, durch die Hügelstraße eine LKW-Umleitung zu führen und hier überall Parkverbotsschilder aufzustellen:
Du möchtest gerne massakriert werden, oder?

An den jungen Mann, der an meine Tür klopfte und von mir forderte, mein Freund solle sein Auto wegfahren:
Ich hab im ersten Moment zwar nicht gerafft, was du für ein Problem hattest, aber danke für die Warnung vor dem Abschleppdienst (auch hier geht es um die Parkverbotsschilder).

An den Kerl von gegenüber, der immer seine Wäsche zum Trocknen in den Flur stellt:
A) Benutz weniger Waschmittel! Der ganze Flur stinkt danach.
B) Bitte trockne deine Unterwäsche in deiner Wohnung.
C) Ich finde es echt widerlich, dass du deinen Müll AUCH zwei Wochen lang in den Flur stellst, bevor du ihn runterbringst.

An meine ehemalige Mitbewohnerin (eigentlich verdient sie einen eigenen Post):
A) Bitte sammle keinen Müll mehr vom Sperrmüll, um dich in WGs einzubringen
B) Bitte sei beim Sex in Zukunft etwas leiser. Und ja: ich wusste auch vorher schon, dass dein Freund Felix heißt.

An den Hausmeister, der behauptet hat, mein Freund würde bei mir wohnen (es stellte sich heraus, dass er dachte, mein Freund hätte seine Turnschuhe vor meine Wohnungstür gelegt und er sah ihn sehr oft. Das nahm er als Indiz dafür, dass er bei mir wohnt. Die Turnschuhe lagen übrigens ein Stockwerk unter meiner Wohnung. Und mein Freund würde niemals seine Schuhe in den Flur stellen. Außerdem hat er eine eigene Wohnung. Den fiesen Brief von der Sachbearbeiterin mit der Bitte zur Stellungnahme hab ich trotzdem bekommen.)
A) Bitte schaffen sie sich ein Leben an.
B) Ich glaube, es ist nicht nötig, im Winter um fünf Uhr morgens schon Schnee zu schippen(besonders weil die Fenster hier so schlecht gedämmt sind, dass ich immer denke, sie schippen den Schnee neben meinem Bett.)
C) Ich glaube, es ist noch weniger nötig, morgens um Punkt sieben anzufangen, den Rasen zu mähen.

Und zu guter letzt an den Typen, der jeden Morgen um sieben das ganze Wohnheim aufweckt, weil er die „Fluch der Karibik“-Melodie spielt:
A) Hau nicht so in die Tasten (das arme Klavier!)
B) Spiel mal etwas konzentrierter: du machst viele Fehler.
C) Such dir mal ein neues Lied. Bitte.

Das Fazit, was ich aus drei Jahren Studentenwohnheim ziehen kann: im Wohnheim bezahlt man zwar weniger Miete, gibt aber seine Privatsphäre auf (unter anderem wird mir in meinem Mietvertrag untersagt, pro Semester länger als 14 Tage jemanden bei mir übernachten zu lassen. Das KANN nicht rechtsgültig sein.). Und ja, das Fenster in meinem Zimmer war wirklich ungedämmt. Außerdem liegt das Wohnheim gegenüber des ICE-Bahnhofs : /
WGs sind doof und ich bin froh, dass ich endlich hier raus komme *smile*

So, genug gemeckert. Ich hoffe, ihr fandet es witzig. Der nächste Beitrag wird wieder etwas freundlicher 😉

Spaziergänge

Hallo liebe Leser 🙂

In den letzten paar Tagen musste ich nicht arbeiten und nicht zur Uni gehen (auch wenn das mit der Uni netterweise schon nächsten Montag wieder losgeht – Vorkurse, yay!) und deshalb hab ich mal ein bisschen ausgespannt und war mit meinem Freund ein bisschen in Jena spazieren, hab meine Küche einer umfassenden Behandlung mit diversen Putzmitteln unterzogen und mich an der Sonne erfreut, die sich wohl dachte, sie beendet endlich diesen Quatsch mit „finsterster Winter seit 1951“. Danke, liebe Sonne. Einige von uns waren schon leicht depressiv 😉

 
 
 
Ich habe beim Spazieren mal ein paar Fotos von Jena gemacht, genauer gesagt vom Paradies-Park.
 
Das ist ein sehr großer Park, der über 100 Jahre alt ist und ziemlich zentral gelegen ist, praktischerweise fast gleich neben meiner Haustür 🙂
 
 


 
 
 
Das Stadion liegt im Park, weswegen die vielen Polizisten bei den Spielen zwischen Jena und Erfurt wenigstens eine schöne Aussicht haben 😉
 
 

 
 
Ich würde auch gerne mal wissen, wie dieser Berg heißt, den man von der Stadtrodaer Straße aus sehen kann. Das Internet hat mir bis jetzt nicht weiter geholfen… >.<

Das Weiße ist übrigens Schnee, der trotz Sonne eine Weile gebraucht hat, bis er endlich weg war 😉

Und dann haben wir beim Spazierengehen Frank getroffen. Frank führt ebenfalls einen Blog, und zwar eine Art Streetstyle-Blog, aber mit interessanten Menschen, hinter denen auch eine Geschichte steckt. Was ich daran besonders toll finde: Das Ganze findet in Jena, Weimar und Erfurt statt. Das wurde aber auch Zeit 😉
Franks Blog nennt sich „Stilvoll unterwegs“. Frank wollte mich wegen meiner Schleifchen-Haarspange fotographieren, und das durfte er auch. Mann, fühlt man sich da gebauchpinselt 😉

Anschauen kann man sich Franks Blog „Stilvoll Unterwegs“ hier:

http://stilvollunterwegs.blogspot.de/

Klickt euch mal durch und sucht mich. Es ist wirklich sehenswert, und auch wenn Stilvoll Unterwegs noch am Anfang steht, werde ich dranbleiben und schaun, wie es sich entwickelt 😉

Viele liebe Grüße

bela devojka

Winterpost ^.^

Hallo liebe Leser 🙂
Heute will ich auch mal einen Winterpost posten und meine Schneebilder raushaun. ^.^
Aber das da oben ist zunächst mal ein Bild von meinem Alpenveilchen. Als Kind habe ich zu jedem Geburtstag von meiner Großtante ein Alpenveilchen bekommen. Irgendwie waren die aber nach ein paar Monaten immer von der Bildfläche verschwunden – deswegen hab ich ja auch zu jedem Geburtstag wieder eins bekommen ^-^
Irgendwann vor einem Jahr gab es in jedem Blumenladen Alpenveilchen zum Spottpreis, und ich konnte nicht  widerstehn. Nun ist es aber so, dass ich zwar im Studentenwohnheim wohne, aber keine Mitbewohner habe,  die sich um meine Pflanzen kümmern, wenn ich (ausnahmsweise) mal ein, zwei Wochen nach Hause fahre. Ich vergesse auch jedes Mal, das Alpenveilchen mit nach Hause zu nehmen. Deswegen ist es jedes Mal halb gestorben, wenn ich es wiedersehe. Und, ja, trotzdem meiner Erfahrungen in meiner Kindheit steht mein Alpenveilchen jedes Mal wieder auf 🙂 Im Moment ist es grade wieder soweit, wie ihr sehen könnt kommen grade wieder die Knospen raus 🙂 Aber ich gelobe Besserung und werde versuchen das Alpenveilchen nicht mehr ganz so vergammeln lassen ^.^
Die schönen Schneebilder sind vor etwas mehr als einem Jahr bei einem Spaziergang mit meinem Freund entstanden. 
Der Ort, wo es im Winter so schön ausschaut, nennt sich Zwerenberg und liegt im Nordschwarzwald. 🙂
Viele liebe Grüße
 bela devojka