Deutsche Gutscheingelüste – Halbwissen gepaart mit Dreistigkeit

Ich habe mir gestern auf meinem Blog die Einträge der letzten paar Wochen angeschaut – auf der Startseite sieht man nur Nagellack-Posts. Na ja, die lassen sich eben schnell runterschreiben, aber eigentlich betreibe ich hier gar keinen Beauty-Blog. Man solls nicht glauben 😉 Deshalb wird es in Zukunft mehr Posts wie diesen geben, auch wenn sie mehr Zeit kosten.

Aus mehr oder weniger aktuellem Anlass geht es heute um etwas ganz anderes – Gutscheine. Wie ich hier auf dem Blog schon das ein oder andere Mal am Rande erwähnt habe, arbeite ich als Aushilfe bei der Jenaer Filiale einer großen Schmuck-Kette mit zwei B’s 😉

Dort kommt es immer wieder mal vor, das die Leute mit komischen Anfragen zu uns kommen („Silber läuft an?!“ – „Ich will die Ohrringe umtauschen! Ich habe sie schon zwei Wochen am Stück getragen und sie sind reduziert, aber sie gefallen mir doch nicht!“). Na ja gut, nicht jeder kann immer alles wissen. 😉 Das dachte ich mir auch, als eine Kundin mir vor ein paar Monaten beim Bezahlen einen elf Jahre alten Gutschein vor die Nase knallte und ganz lässig meinte: „Den hab ich beim Aufräumen gefunden. Und nach dem deutschen Gutscheingesetz müssen sie ihn bis in alle Zeiten und für immer einlösen.“

Ich habe sie SEHR verwirrt angesehen, das könnt ihr mir glauben. Ich arbeite da schon fast zwei Jahre, aber das Design des Gutscheins war so alt, dass es mir noch nie untergekommen war. Und das war auch kein Wunder, denn der Gutschein war seit gut acht Jahren abgelaufen.

Ich war natürlich trotzdem zunächst sehr kulant und habe versucht das Ding in die Kasse einzuscannen – zum Einen, weil ich neugierig war, zum anderen, weil die junge Dame (vermutlich war sie Mitte Zwanzig, also etwa so alt wie ich) ziemlich genervt hat und ich ihr einfach mal eins vorn Latz knallen wollte („Huaaah!Nimm dies, mit dem Scanner!“). Natürlich hat die Kasse das Ding nicht mehr erkannt, weil alle Gutscheine von damals schon längst abgelaufen sind und wir inzwischen neue Gutscheine haben. Wer hätte es gedacht? Meine Kundin jedenfalls nicht. Ich habe das Ganze folgendermaßen gelöst: 1. Ich habe ihr gesagt, dass der Gutschein von der Kasse nicht angenommen wird, weil er zu alt ist 2. Ich habe sie an meine Chefin weiter verwiesen 3. Ich habe angefangen, mit ihr rumzudiskutieren über ihre Hirngespinste, was irgendwelche Gutscheingesetze angeht. (Jaah, so bin ich halt – ich kann’s einfach nicht sein lassen. *smile* )

Und jetzt kommt das unvermeidliche: Ja, natürlich hat mich das nicht mehr los gelassen, und ich habe recherchiert. Und jetzt präsentiere ich euch meine Forschungsergebnisse:

Es gibt kein Deutsches Gutscheingesetz(wer hätt’s gedacht?). Es gibt nicht mal ein Gesetz, das mit diesem Namen umschrieben wird (So wie zum Beispiel der oft zitierte „Taschengeldparagraph“). Es gibt allerdings etwas ähnliches, was sich aber auf den Gutschein der „freundlichen“ jungen Dame nicht anwenden lässt: vor ein paar Jahren haben es ein paar Firmen etwas zu weit getrieben mit ihren Gültigkeitsbeschränkungen für die Gutscheine, unter anderem waren es wohl Kinos und eine große Elektronik-Kette, die sich nach einem Planeten benannt hat. Einen Gutschein, der nur ein halbes Jahr gültig ist, kann man auch nicht gebrauchen. Deshalb fand man, die Gültigkeit von Gutscheinen müsse gesetzlich festgelegt werden, und dies geschah auch. Das passende Gesetz findet sich im BGB, und zwar ist es der Paragraph 195.

Geht mal in eine Universitäts-Buchhandlung und schaut nach, wenn ihr mir nicht glaubt. 🙂

Um es kurz zu machen: dieses tolle Gesetz besagt, dass Gutscheine, egal was der Verkäufer behauptet, vom Gesetz her immer drei Jahre gültig sind (über einen angemessenen Zeitraum also). Gutscheine sind aber deswegen noch lange nicht ewig gültig. Inzwischen könnte es eine Inflation oder Deflation gegeben haben oder vielleicht hat sich sogar die Währung des Landes geändert. Oder aber, wie es bei meinem wahren Beispiel der Fall war, die inneren Strukturen innerhalb des Konzerns.

Was ich der jungen Frau noch sagen wollte,die ich leider nicht mehr bei uns gesehen habe, ist folgendes: Ihr Gutschein über einen Betrag von über 25 Euro(!) ist leider wertloses Papier, gute Frau. Wenn sie derartige Bloßstellungen in Zukunft vermeiden wollen, räumen sie doch einfach mal öfter als alle acht Jahre auf.

WEITERFÜHRENDE LINKS:

Gutscheine – unbegrenzt gültig? auf der Website der Verbraucherschutzzentrale Hamburg

Wikipedia-Artikel über Verjährung

§ 195 online

Blue Friday: Sommerblau mit Gold-Topping ;)

Ich werde diese Woche schon ein bisschen sommerlich: knalleblau mit Goldflakes. Mir gefällt’s, ich hab jetzt auch einen Bikini in dieser Farbe.

Ich muss schon den ganzen Tag auf meine Nägel schauen 🙂

Diesen Lack habe ich bei Primark gekauft, er trägt leider keine Bezeichnung. Er kostete 1,50 €.

Die Haltbarkeit ist super, ebenso wie die Deckkraft – eine dicke Schicht hätte gereicht, ich trage zwei dünne Schichten. Als Topper trage ich den essence-Topper aus der metal glam limited edition.

In Wirklichkeit ist der Lack noch ein bisschen knalliger als auf den Fotos, leider mal wieder etwas zickiger vor der Kamera… stellt euch einfach die blauen Hinweisschilder auf der Straße vor, das dürfte hinkommen. 

Uhff, es war wirklich anstrengend diesen Post zu schreiben, denn aus irgendeinem Grund hängt die e-Taste auf meiner Tastatur gewaltig…

Mehr blaue Lacke könnt ihr euch hier ansehen 😉

Lacke in Farbe… und bunt! Petrol mit einem alten Basic-Lack

Diese Woche möchte ich für die Aktion von Lena und Cyw einen alten Lack von der Schleckermarke Basic zeigen. Ich dachte, ich nehm mal wieder noch mal was altes 😉

Irgendwann, kurz bevor Schlecker komplett eingestampft wurde, gab es süße kleine Fläschchen von Basic und da habe ich mir einen echt schönen Lack zugelegt, den ich unbedingt noch einmal zeigen möchte. Er ist nämlich bald leer.

Der Lack hat weder einen Namen noch eine Nummer, und Streifen bildet er leider auch. Die Trockenzeit war ok, genau wie die Haltbarkeit.

Ich bin also halb traurig und halb froh, dass ich ihn geleert habe 😉

Fotografieren ließ er sich auch nicht besonders gern. Bitte entschuldigt die wackligen Bilder.

Kennt ihr Basic noch?

Hier geht’s zu den anderen Farben:

Tannengrün (25.12.2013)

Altrosa (9.1.2014)

Anthrazit (15.1.2014)

Hellblau (22.1.2014)

Bordeaux (12.2.2014)

Flieder (19.2.2014)

Apricot (5.3.2014)

Schwarz (12.2.2014)

Rosa (19.3.2014)

Blue Friday: essence the boy next door

Dieser Lack ist gerade frisch aus dem Sortiment gegangen, vielleicht findet ihr ihn noch irgendwo!

Ähnlich bzw. fast gleich war auch der p2 so cool!(hier bei Lackfein), der gerade ebenfalls aus dem Sortiment gegangen ist. Anscheinend sind beide auch ein Dupe zum Essie Aruba Blue.

Ich trage auf dem Mittelfinger zwei Schichten so cool! und auf den restlichen Nägeln the boy next door(ebenfalls zwei Schichten). Sieht jemand einen Unterschied? (ja, ich – hab gerade festgestellt, dass ich wohl mit dem p2-Standardpinsel nicht so gut zurechtkomme :D)

Für mich sieht der p2 ein kleines bisschen heller aus, der essence dagegegen irgendwie… leuchtender. Aber das fällt mir selbst auch nach einigen Studen nicht mehr auf, könnte also auch Einbildung gewesen sein.

Meine kaputten Finger müsst ihr entschuldigen, ich musste am am Mittwoch zur Inventur antreten – neun Stunden lang Schmuck abscannen, davon fünf im Lager, wo ich alles einzeln aus den Reservetüten holen musste… uff.

Mein Überlack ist wie immer der essence BTGN Top Sealer.

Für mich ist es das erste Mal beim Blue Friday von Hungry Nails, ich hoffe euch gefällt der Lack genauso gut wie mir 😉

Lacke in Farbe… und bunt! Flieder mit dem absolutely blue von essence

Huhu, da bin ich wieder 🙂

Heute geht es um einen Lack, der hoffentlich noch als fliederfarben durchgeht – auch wenn der Name etwas anderes sagt. Absolutely Blue deckt in einer dicken Schicht, die auch relativ schnell trocknet. Hier habe ich schon einmal gezeigt, dass der Lack ein Dupe zum Lapis of Luxury von Essie ist. Vielleicht könnt ihr ihn noch erkreiseln – im Sortiment ist er nämlich leider nicht mehr.

Ich habe vorsichtshalber mal den Lack ohne Überlack festgehalten, bevor ich weiter gepinselt habe. War auch besser so 😉

Die Punkte habe ich mit Catrice – Shopping Day At Bluemingdales gepunktet, dann Haarspray darauf gesprüht und mich darüber gefreut, dass sie nicht verwischen, wenn man Überlack lackiert(es funktioniert tatsächlich!).

Das Ganze hat bei mir etwa drei Tage gehalten, dann musste ich ersetzen. Durch was, seht ihr in einigen Tagen 😉

Zu den anderen Farben geht’s hier lang:

25.12.2013 Tannengrün

9.1.2014 Altrosa

15.1.2014 Anthrazit

22.1.2014 Hellblau

12.2.2014 Bordeaux

26.2.2014 Petrol

5.3.2014 Apricot

12.3.2014 Schwarz

19.3.2014 Rosa

Lacke in Farbe… und Bunt! Bordeaux mit dem echt alten Rare Ruby von Jade

Endlich schaffe ich es mal wieder, bei Lacke in Farbe… und bunt! von Lena und Cyw mitzumachen. Was heißt schaffen? Erstens waren meine Nägel ziemlich kurz in den letzten Wochen und zweitens sind olivgrün und gelb nicht so überhaupt nicht meine Farben – das freut auch meinen Freund nicht, der zum Beispiel gelbe Lamborghinis ganz toll findet ;D

Der Lack, den ich heute zeige, ist eine echte Rarität. Meine Mutter hat ihn mir gegeben, weil sie sich nicht mehr die Nägel lackiert. Rare Ruby ist ein glitzerndes Bordeauxrot mit Braunstich, das auch goldene Glitzerpartikel enthält. In der Flasche kann man, wie das so oft ist, viiiiel mehr Glitzer sehen als auf dem Nagel.

Damals hat er wohl 11,95 Mark gekostet, ist also offensichtlich älter als 13 Jahre. Die Marke Jade gibt’s so heute schon lange nicht mehr, sondern nennt sich jetzt Maybelline. Die Flasche enthält (enthielt) 12 ml und weil der Lack aus der Express Finish-Reihe war, sollte er natürlich auch extra schnell trocknen(stimmt). Außerdem verspricht Jade „intensiven Glanz“(stimmt nicht).

Egal, egal – die Farbe ist trotzdem schön und ich habe mich riesig gefreut, dass meine Mutter das Nägel lackieren aufgegeben hat und ihn mir überließ 😉

Zur Haltbarkeit und zum Ablackieren kann ich noch nichts sagen, weil ich ihn das erste Mal lackiert habe.

Zu den anderen Farben geht’s hier lang:

25.12.2013 Tannengrün

9.1.2014 Altrosa

15.1.2014 Anthrazit

22.1.2014 Hellblau

19.2.2014 Flieder

26.2.2014 Petrol

5.3.2014 Apricot

12.3.2014 Schwarz

19.3.2014 Rosa

Na? Neidisch? 😀

My very first… Outfit Post

So, weil ich das noch nie gemacht habe und unbedingt mal mit meinem Siebziger Jahre-Style-Rock angeben wollte: mein allererster Outfit-Post! 😉

T-Shirt: Tally Weijl

Rock: Orsay

Tasche: Fossil

Schuhe: Deichmann

Eyeliner: p2 professional eye liner pen

Mascara: essence I ❤ extreme

Lippen: agnes b. bois de rose

Kette: Bijou Brigitte

PS: Es war echt schwierig, mit meinem Kopf die doofe Mitteilung von den Stromablesern zu verdecken! Ein wenig Fame bitte dafür 😉

Meine TOP 6 Lieblingsketten

…im Moment selbstverständlich! 😉

Um mal wieder ein anderes Thema außer Nagellack anzusprechen: ich arbeite ja immer noch in einem Schmuckladen und stehe auf Schmuck aller Art.

Und da möchte ich mal wieder ein bisschen angeben 😉

Eigentlich sollte dieser Post „Meine Top 5 Lieblingsketten“ heißen, aber ich konnte mich dann einfach nicht entscheiden… 😉

Die Ketten sind nicht besonders geordnet, ich mag sie alle gleich gern. Zu jeder gibt es irgendwas kleines zu sagen.

Falls euch meine Bilder zu klein sind: Klick auf das Bild 😉

Dieser wunderschöne Vogel ist von Accessorize. Ich musste ihn einfach haben. Ist klar, oder? Er hängt an einer kurzen Kette und erstaunlicherweise sieht er mit einem dünnen Rollkragenpullover ziemlich gut aus.

Für einen Euro aus dem Sale bei claire’s mitgenommen und seitdem sehr oft angehabt, weil dezent und so…(der Schlüssel ist auf dem Foto größer als in Wirklichkeit)

Die Kette ist kurz und liegt am Hals an.

 I <3!

Diese Kette ist von Bijou Brigitte. Ich bin ziemlich lange um sie rum geschlichen…bis ich sie mir dann doch gegönnt habe und jetzt andauernd trage. Sie ist kurz und liegt am Hals an (und ich komme mir damit soo waldfeenhaft vor 🙂 )

Als ich diese hübsche goldene Schlange mit grünen Augen sah, musste ich sie einfach haben 🙂 Ebenfalls von Bijou Brigitte (und maaan, hat das ewig gedauert, bis ich dazu passende Ohrstecker mit grünen Steinchen gefunden habe…). Der Anhänger hängt an einer kurzen schwarzen Lederkette.

Laut meiner Mutter stammt diese Kette aus Marokko. Meine Großtante hat sie von einer Reise mitgebracht.  Das Material, das im Anhänger eingefasst ist, ist mir leider nicht bekannt, ich kann nur sagen, dass die Fassung nicht echt ist, weil man hinten die silberne Farbe rauskommen sieht. 

Diese Kette ist aus Silber und garantiert nicht mehr erhältlich. Eigentlich gehörte sie nämlich meiner Mama, die sie als Jugendliche von ihrer Tante bekommen hatte. Sie hat sie aber nie getragen und sie jetzt mir geschenkt 🙂

Es gibt dazu auch noch ein sehr feines Armband, das ich aber selten trage, weil ich Angst habe, es kaputt zu machen. Ohrringe musste ich mir selbst suchen, denn meine Mutter hatte nie Ohrlöcher.

Welche alten oder neuen Schmuckstücke habt ihr?

Jim Knopf ist rassistisch…

*

Hä?, werdet ihr euch jetzt wohl fragen.

Ich denke oft darüber nach, ob mein Blogtitel bela devojka (weißes Mädchen) eigentlich auch rassistisch aufgefasst werden könnte. Naja, ich weiß nicht, da draußen gibt es bestimmt Leute, die das für nicht politisch korrekt halten, aber ich möchte an dieser Stelle mal betonen, dass der Name meines Blogs von meinem normalen Vornamen kommt, der Bianca ist. Die italienisch etwas Bewanderten unter euch, liebe Leser (und die, die es mal werden wollen), wissen natürlich, dass Bianca auf deutsch die Weiße heißt.

Wie passend! Ich habe tatsächlich eine sehr helle Gesichtshaut. Eigentlich finde ich sie ziemlich nervig, denn das ganze Foundation-Sortiment aus den Drogerien ist zu dunkel für mich 😀

Wie dem auch sei, ich habe vor einigen Tagen bei fernsehkritik-tv einen Beitrag gesehen, der mich etwas… ehm, sagen wir mal erstaunt hat.

Es geht darin um die Rassismus-Debatte, die eine Wetten Dass…?-Sendung neulich hervorgerufen hat. Ich weiß, das guckt eigentlich keiner mehr, seit Cindy aus Marzahn es moderieren durfte (ich auch nicht, deswegen ging das so an mir vorbei), aber anscheinend ist Wetten Dass…? total rassistisch  – ohne es zu wollen.

Für alle, die zu faul sind, sich den Beitrag auf fernsehkritik.tv anzuschauen, hier eine kurze Erklärung der Lage:

Wetten Dass…? hat in der Sendung vom 14.12.2013 in Augsburg zu folgender Stadtwette aufgerufen: Die Augsburger Bürger sollten sich als Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer verkleiden. Angemerkt wurde, was Lukas tragen musste und dass Jim Knopf selbstverständlich schwarz angemalt sein müsse.

Daraufhin gab es offenbar einen ziemlichen Shitstorm (bzw das, was man „aufgebauschte Pseudodebatte“ nennen kann) auf Markus Lanz (was hatte der denn damit zu tun?) und die Macher von Wetten Dass…?. Die Aufforderung, das Gesicht schwarz anzumalen, sei eine Aufforderung zum Blackfacing. Blackfacing war eine durchaus rassistische Theatertradition im 19. Jahrhundert in Amerika, bei der sich Weiße anmalten, um Schwarze zu verunglimpfen und sich über sie lustig zu machen. (war das bei Michael Ende der Fall?)

Na und?! Leute, Jim Knopf ist nun mal Schwarzer, Mohr, Neger, maximal pigmentiert, nennt’s wie ihr wollt. (Die Debatte DARÜBER finde ich noch viel verletzender als die meisten der Begriffe selbst sind. ) Hätten zwei Schwarze auf der Bühne gestanden, so hätte der Lukas selbstverständlich weiß angemalt sein müssen. Die Leute wollten keine Schwarzen verunglimpfen, sondern finden Jim Knopf einfach toll- inwiefern ist das denn bitte rassistisch?

Und mal eine ganz andere, etwas katholische Frage: was sollen die Sternsinger dann eigentlich machen? Einer der drei, nämlich Caspar, ist immer schwarz angemalt. Das muss so sein, sonst erkennt mans nicht. (Und ja, die heiligen drei Könige haben was mit Jim Knopf zu tun. Lest das Buch. )

Ums mal so zu sagen: wir hätten unsere Schwarzen in Deutschland gerne schwarz. Wir haben nämlich eigentlich nix gegen diese Hautfarbe.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass ein Großteil der Menschen in Deutschland diese Vorwürfe nicht versteht. Blackfacing gehört zum geschichtlichen Hintergrund der USA und war bis vor kurzem in Deutschland ein unbekannter Begriff. (Zu unserem geschichtlichen Hintergrund gehört ein anderer Rassismus, wie ich wohl niemandem erläutern muss…)

In Deutschland besteht nun mal der Großteil der Menschen aus relativ hellhäutigen Gefährten, die sich das Gesicht und/oder die Arme nun mal anmalen müssen, wenn sie einen Jim Knopf darstellen wollen. Wie der stern.de-Autor in diesem Artikel sagt: „Es ist übrigens eher unüblich, sich als jemand zu verkleiden, den man Scheiße findet.“ Zumindest heutzutage.

Und jetzt möchte ich euch fragen: Was sagt ihr dazu? Teilt ihr meine Meinung? Habt ihr eventuell komplett andere Ansichten als ich? Schreibt mir!

* Heute mal ohne Bild, weil mir einfach kein Motiv eingefallen ist, mit dem ich mich nicht total ins Fettnäpfchen setze.

Und noch was: Ich möchte Herrn Lanz überhaupt nicht in Schutz nehmen, nach dem, was er letzte Woche über Elsässer losgelassen hat! Herr Lanz ist ein Volltrottel und es ist nicht ratsam, schlechte Witze über eine Volksgruppe zu machen, von der man Luftlinie zirka 15 km entfernt ist. Vielleicht bin aber auch ich ein Volltrottel und er hat das nur total ironisch gemeint. (Ich glaube eher nicht…)